Hagen-Ettl
Handwerkskammer Konstanz
Verstärkt seit Sommer die Ausbildungsbegleitung der Handwerkskammer: Alexandra Hagen-Ettl.

"Ich bleibe dran"

Alexandra Hagen-Ettl ist neue Ausbildungsbegleiterin in Villingen

Gleiche Bildungschancen trotz unterschiedlichster Voraussetzungen? In der Praxis funktioniert das nur mit sehr viel Unterstützung. Deshalb gibt es seit 2013 die Ausbildungsbegleitung der Handwerkskammer Konstanz – und die hat jetzt wieder Verstärkung bekommen: Seit Anfang August unterstützt Alexandra Hagen-Ettl von der Außenstelle Villingen aus Betriebe und Auszubildende in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Waldshut.

„Ich komme ins Spiel, wenn persönliche oder sonstige Probleme das Ausbildungsverhältnis so belasten, dass ein Abbruch droht. Und ich bleibe dran, bis sich das gelöst hat – notfalls bis zur Gesellenprüfung“, beschreibt die Diplom-Sozialpädagogin ihre Aufgabe. Dazu gehört es, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, in Konflikten zu vermitteln und die vielleicht notwendige externe Unterstützung zu organisieren, sei es schulische Nachhilfe, sei es eine Sucht- oder Schuldnerberatung.

Dass Betriebe bei so gravierenden Schwierigkeiten trotz guten Willens schnell an ihre Grenzen kommen, weiß die 49-Jährige aus eigener Erfahrung: Über viele Jahre hinweg hat sie als Unternehmerfrau im Familienbetrieb für das Backup gesorgt und unter anderem die Personalarbeit verantwortet. „Selbst das beste Team kann nicht alles auffangen. Und manchmal braucht es eben den neutralen Blick von außen, um die Situation überhaupt richtig einzuschätzen“, sagt sie.

Es gibt aber noch einen Grund, warum ihr eigener Weg sie wieder mehr in Richtung ihres Studienfaches geführt hat: Bereits in den letzten Jahren hat sich Alexandra Hagen-Ettl stark für Geflüchtete engagiert und zuletzt im Auftrag des Jugendamtes minderjährige Flüchtlinge begleitet – von der Ankunft in Deutschland über die Berufsvorbereitung bis zu Ausbildungsplatzsuche. „Da ist es nur logisch, dass ich auch den nächsten Schritt mitgehe und sie auch während der Ausbildung begleite“, sagt sie lachend.

Dass geflüchtete Menschen auch künftig zu ihrem Klientel gehören werden, liege auf der Hand. Schließlich seien sie in der Ausbildung mit besonderen Herausforderungen konfrontiert: „Oft sind es Sprach- und Kommunikationsprobleme, manchmal aber auch die Frage, wie der Alltag außerhalb des Betriebs aussieht. Denn auch das Umfeld macht einen großen Unterschied“, sagt sie. Hier auf jeden Einzelnen eingehen und über einen längeren Zeitraum ein Vertrauensverhältnis aufbauen zu können: das sei der große Vorteil ihres neuen Jobs. Von schnellen Lösungen hält sie dagegen nichts – mit einer Ausnahme: „Sobald sich die Anzeichen mehren, dass ein Azubi in Schwierigkeiten steckt, sobald also zum Beispiel Fehlzeiten zunehmen oder sich das Verhalten ändert, heißt es schnell zu sein. Denn auch unsere Hilfe kann zu spät kommen.“

 Die Ausbildungsbegleitung ist Teil des Projekts „Erfolgreich ausgebildet“ und wird vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium gefördert. Rund 80 junge Menschen werden im Jahr begleitet.

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