Schreibende Schüler vor PC
Heiko Kubenka

WeiterbildungStudieren im Handwerk

Handwerk und Studium schließen sich keineswegs aus. Ganz im Gegenteil: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die duale Ausbildung im Handwerk mit einem Studium zu verknüpfen.

Das kombinierte Studium im Handwerk

Wer sich nach der Schule zwischen einer Ausbildung in einem Handwerksbetrieb und einem Studium an einer Hochschule nicht entscheiden kann, der kann auch beides haben: Viele Handwerksbetriebe geben ihren Auszubildenden die Möglichkeit, nebenbei zu studieren.

Die Vorteile einer direkten Verbindung von handwerklicher Ausbildung und Hochschulstudium:

  • Am Ende hat man nicht nur den Bachelor-Abschluss, sondern auch den Gesellenbrief in der Tasche.
  • Duale Studiengänge dauern in der Regeln vier bis viereinhalb Jahre, sind also deutlich kürzer, als wenn man erst nach der Ausbildung ein Studium aufnehmen würde.
  • Ausbildungsbetriebe bieten häufig finanzielle Unterstützung, indem sie sich an den Studiengebühren beteiligen.
  • Für die Ausbildung gibt es eine Ausbildungsvergütung.

Beispiele für kombinierte Studiengänge im Handwerk sind der Bauingenieur Plus, der an der Hochschule Biberach angeboten wird, der Studiengang Augenoptik/ Optometrie an der Hochschule München oder das Management erneuerbarer Gebäudeenergietechnik, das man an der Berufsakademie Hamburg absolvieren kann.

Eine Übersicht vieler Studiengänge in ganz Deutschland steht am Ende der Seite zum Download.

Das triale Studium im Handwerk

Das triale Studium funktioniert wie das duale, nur dass neben Gesellenbrief und Bachelor auch noch der Meisterbrief dazukommt.

Beispiele für triale Studiengänge im Handwerk sind das Holzbau Projektmanagement an der Hochschule Biberach oder auch Handwerksmanagement, das mehrere Hochschulen - z.B. die Hochschule Niederrhein - anbieten.

Eine Übersicht vieler Studiengänge in ganz Deutschland steht am Ende der Seite zum Download.

Studium ohne Abitur

Um nach der Ausbildung zu studieren, ist nicht zwingend das Abitur notwendig.

Gesellenbrief und einige Jahre Berufserfahrung werden mit der Fachgebundenen Hochschulreife gleichgesetzt, mit der bestimmte fachgebundene Studiengänge zugänglich sind.

Der Meistertitel zählt sogar als allgemeine Hochschulzugangsberechtigung, also wie das Abitur.

Der Hochschulkompass fasst viele Informationen rund um das Studium mit und ohne Abitur zusammen und listet auch berufsbegleitende Studiengänge im Handwerk auf.

Weiterbilden nach der Ausbildung

Das Ende einer Ausbildung ist oft nur der Anfang weiterführenden Lernens. Deshalb gibt es zahlreiche Möglichkeiten sich nach der Ausbildung weiterzubilden. Ob eine Fortbildung bis zum Meistertitel, eine fachbezogene Weiterbildung oder ein berufsbegleitendes Studium: Es stehen viele Wege offen.

Weiterbildungsangebot für technische und kaufmännische Weiterbildungen unserer Bildungsakademien

Fun Fact Eignungsprüfung

In Baden-Württemberg darf auch ohne Meister, dafür mit mindestens zweijähriger Berufsausbildung ein fachgebundenes Studium aufgenommen werden, wenn eine Eignungsprüfung bestanden wird. Um für die Eignungsprüfung zugelassen zu werden, sind in der Regel mindestens drei Jahre fachlich entsprechende Berufserfahrung notwendig. Zusätzlich findet ein Beratungsgespräch an der Hochschule statt.

 Weitere Infos zu Zugangswegen zum Studium in Baden-Württemberg

Noch Fragen?

Wir beraten natürlich auch ganz individuell und persönlich:

Ansprechpartnerin für die Beratung zur Ausbildung und Studiengängen im Handwerk:

grundler Handwerkskammer Konstanz / Inka Reiter

Maria Grundler
Nachwuchswerbung
Fachbereichsleitung

Tel. 07531 205-252
Fax 07531 205-6252
maria.grundler--at--hwk-konstanz.de

Ansprechpartnerin für Weiterbildung an unseren Bildungsakademien:

Höhn Katrin Handwerkskammer Konstanz

Katrin Höhn
Bildungsmanagement und Fortbildungsprüfung
Kaufmännische Weiterbildung und Meisterschulen

Tel. 07731 83277-590
Fax 07731 83277-599
katrin.hoehn--at--hwk-konstanz.de