amh-online.de

Ein offenes Ohr

Die Aufgaben eines Ausbildungsbetriebs

Nicht nur Auszubildende haben während der Lehre ihre Pflichten. Auch Ausbildungsbetriebe müssen sich an gewisse Regeln halten. Für manche sicherlich ein Hindernis, den Nachwuchs selbst auszubilden. Dabei sind die Schwierigkeiten meist nur gering oder es handelt sich um Unklarheiten. Oft hilft es, ein offenes Ohr für Ihre Auszubildenden zu haben, ihnen zuzuhören und ihnen vor allem erklären was genau ihre Pflichten sind.

In der Broschüre "Aufgaben eines Ausbildungsbetriebs" steht  alles Wichtige für Unternehmen rund um das Thema Ausbildung.



Die Aufgaben eines Ausbildungsbetriebs sind klar definiert:

Sie sind verpflichtet, Ihren Auszubildenden all das beizubringen, was die Ausbildungsordnung vorschreibt und was notwendig ist, um am Schluss die Gesellen- oder Abschlussprüfung zu bestehen zu können.

Sie müssen Ihre Auszubildenden dazu anhalten Berufsschule und überbetriebliche Ausbildung zu besuchen und sie dafür auch freistellen.

Sie müssen Ihre Auszubildenden rechtzeitig für die angesetzten Zwischen-, Gesellen- und Wiederholungsprüfungen anmelden und sie dafür auch freistellen.

Während der betrieblichen Ausbildung müssen minderjährige Auszubildende beaufsichtigt werden.

Sie müssen Ihren Auszubildenden zu Beginn der Ausbildung kostenlos ein Berichtsheft aushändigen und sie dazu anhalten den Ausbildungsnachweis auch ordnungsgemäß zu führen. Das bestätigen Sie mit regelmäßigen Unterschriften.

Sie sind verpflichtet, Ihren Auszubildenden kostenlos die Ausbildungsmittel zu Verfügung zu stellen, die sie während der Ausbildung brauchen. Dazu gehören auch Arbeitsmittel für Zwischen- und Gesellenprüfung, selbst wenn die Prüfung nach Ende des Ausbildungsverhältnisses stattfindet.

Ihre Auszubildenden haben den Anspruch auf einen möglichst zusammenhängenden Urlaub im Rahmen der gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen, den Sie ihnen gewähren müssen.

Sie sind dazu verpflichtet, Ihren Auszubildenden die im Tarif- oder Ausbildungsvertrag vereinbarte Vergütung zu bezahlen.

Die Arbeit Ihrer Auszubildenden muss ihren Kräften angemessen sein und auch dem Ausbildungszeck dienen. Sie müssen Ihre Auszubildenden bei der Sozialversicherung anmelden und Sich an die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetztes halten, sollten Ihre Auszubildenden minderjährig sein.

Bei Beendung des Ausbildungsverhältnisses müssen Sie Ihren Auszubildenden ein Zeugnis ausstellen, unabhängig davon, ob es vorzeitig beendet wird oder durch eine Kündigung.



 Unterweisungen im Arbeitsschutz: Bei Auszubildenden besonders wichtig