Praktikum beim Bootsbauer
Falk Heller, www.argum.com

Das perfekte Praktikum

Tipps und Informationen für Betriebe

Die Corona-Pandemie stellt uns vor viele Herausforderungen. Die Entscheidung, ob Sie in Ihrem Betrieb dieses Jahr ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz anbieten, muss gut abgewogen und vorbereitet werden.

Wir möchten Sie dazu ermutigen, auch in dieser schwierigen Zeit Praktikanten und Auszubildenden die Möglichkeit zu geben, Sie, Ihren Betrieb und Ihre Arbeit kennenzulernen.

Jugendliche wünschen sich gerade während der Krise berufliche Zukunftsperspektiven. Diese ergeben sich nur, wenn sie sich beruflich orientieren, Erfahrungen sammeln und Berufe kennenlernen – eine Chance, die Sie  geben können und von der Sie zugleich profitieren: Denn das Handwerk bietet nicht nur vielen Jugendlichen eine berufliche Zukunft, sondern die Jugendlichen sind ihrerseits die berufliche Zukunft des Handwerks.

Wie Sie dabei am besten vorgehen, zeigen wir Ihnen auf dieser Seite. Selbstverständlich können Sie uns auch persönlich kontaktieren. Wir beraten Sie gerne.

Praktikums- und Ausbildungsplätze effektiv bewerben

  • Tragen Sie Ihre freien Stellen in unsere Praktikums- und Lehrstellenbörse ein.
  • Nutzen Sie auch unsere neue Video-Stellenbörse und werben in einem kleinen Film für Praktikanten und Auszubildende.
  • Rufen Sie bei regionalen Schulen an und teilen Sie mit, dass Sie Praktika anbieten. Lassen Sie der Schule auch eine (digitale) Ausschreibung zukommen, um über das (digitale) schwarze Brett der Schule für Praktika zu werben.
  • Werben Sie über die Sozialen Medien für Praktikum und Ausbildung in Ihrem Betrieb.

Bewerbungsverfahren und Vorstellungsgespräche in Zeiten von Corona

Ein „normales Vorstellungsgespräch“ können Sie unter Einhaltung der Hygienevorschriften durchführen. Auch weitere persönliche Treffen vor Ort sind möglich, zum Beispiel im Freien oder in weitläufigeren Räumlichkeiten, in denen alle Anwesenden den vorgeschriebenen Mindestabstand einhalten können. Egal für welche Variante Sie sich entscheiden:

Vereinbaren Sie einen Termin mit dem Bewerber oder der Bewerberin und weisen Sie auf die speziellen Hygienevorschriften im Betrieb hin. Das schafft einen sicheren Rahmen für das erste Kennenlernen.

Vor Ort ist Ihnen ein Gespräch zu heikel? Dann schlagen Sie doch ein „digitales Bewerbungsgespräch“ vor. Das können Sie über Skype, Zoom, Teams oder einfach über Telefon organisieren. Eventuell planen Sie eine „virtuelle Betriebsführung“ mit ein und führen potentielle Praktikanten via Smartphone durch Ihren Betrieb.

Das Pflichtpraktikum im Rahmen der einjährigen Berufsfachschule

In einigen Regionen hat sich für bestimmte Gewerke (beispielsweise Schreiner oder KFZ-Mechatroniker) statt der dualen Ausbildung die so genannte einjährige gewerblich-technische Berufsfachschule etabliert. Hier handelt es sich um eine Vollzeitschule mit einem Pflichtpraktikum im Betrieb, das 1-2 Tage in der Woche oder blockweise durchgeführt wird.

Der Betrieb schließt mit dem Praktikanten oder der Praktikantin einen Vertrag über den Besuch der einjährigen gewerblich-technischen Berufsfachschule, in dem das Pflichtpraktikum im Rahmen der einjährigen Berufsfachschule geregelt wird. Während des Pflichtpraktikums ist der Schüler oder die Schülerin über die Schule versichert.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf unserer Seite Duale Ausbildung oder einjährige Berufsfachschule?

Das Schulpraktikum und das freiwillige Praktikum

Ob Schulpraktika aktuell erlaubt sind, können Sie der aktuellen Corona VO Schule entnehmen. Hinweise zum Betriebspraktikum sind unter § 3 zu lesen. Tipps für ein perfektes Praktikum können Sie in unserer Checkliste für Betriebe lesen.

Falls die aktuelle Verordnung Schulpraktika untersagt, sind freiwillige Praktika weiterhin möglich. Dabei gilt hinsichtlich des Versicherungsschutzes: In den meisten Fällen haben Schulen eine Versicherung für ihre Schülerinnen und Schüler abgeschlossen. In der aktuellen Corona-Situation sollte man bei der Schule allerdings lieber nachfragen, ob die Schülerversicherung auch bei freiwilligen Praktika greift. Dies sollten potentielle Praktikanten selbst erledigen und Ihnen eine Rückmeldung geben.

Falls dies nicht der Fall ist, sind Kinder und Jugendliche, die noch nicht volljährig sind, bei der Haftpflichtversicherung der Eltern mitversichert. Jugendliche über 18 Jahren sind ebenfalls über die elterliche Haftpflichtversicherung abgesichert, wenn sie

  • weiterhin zur Schule gehen
  • sich in der ersten Berufsausbildung (Lehre oder Studium) befinden
  • nach der Lehre ein Studium aufnehmen
  • in einer Wartezeit zwischen Schule und Berufsausbildung stehen

Lassen Sie sich am besten von den Praktikanten selbst eine Bestätigung über die Haftpflicht vorlegen.

Eine Unfallversicherung für Praktikanten müssen Sie selbst über die BG oder Ihren Unfallversicherer abschließen.

Auch im Praktikum ein Thema: Arbeitsschutz

Das Fehlen der nötigen Erfahrung ist eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle. Junge Menschen im Alter unter 25 Jahren sind statistisch betrachtet annähernd doppelt so häufig in Arbeitsunfälle verwickelt wie Ältere.

Wie sich Arbeitsunfälle vermeiden lassen und worauf Sie bei der Unterweisung von Auszubildenden und Praktikanten sonst noch achten müssen, erfahren Sie unten im Video und auf unserer Seite Arbeitsschutz: Unterweisung von Auszubildenden.

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Weitere Tipps für das perfekte Praktikum

  • Klären Sie über die Hygienevorschriften in Ihrem Betrieb auf
  • Planen Sie genau, welche Aufgaben Sie geben.
  • Vermeiden Sie häufige und wechselnde Kontakte im Unternehmen. Wir empfehlen einen oder zwei feste Ansprechpartner im Unternehmen.
  • Weisen Sie auf die Pausenregelungen hin. Auch dafür haben Sie sicherlich betriebsinterne Regelungen erlassen. Sorgen Sie dafür, dass der Praktikant oder die Praktikantin trotzdem so gut wie möglich integriert wird.

Weitere Hinweise zur Gestaltung eines perfekten Praktikums finden Sie in unserer Checkliste Praktikum.

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Maria Grundler

Recht und Bildung
Team Nachwuchswerbung
Teamleitung

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Gabriele Wolfen

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Marina Bergmann

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