Bildungspartnerschaft
Handwerkskammer Konstanz
Beim "Future Dating" in der Gemeinschaftsschule Gebhard in Konstanz freuten sich Christian Kossmehl vom Konstanzer Handwerkerkreis, Schuldirektorin Elke Großkreutz, Andreas Spaett vom BNI und Raimund Kegel, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz (von links), gemeinsam mit den Schülern über die künftige Zusammenarbeit.

Verabredung mit der Zukunft

Konstanzer Handwerkerkreis schließt Bildungspartnerschaft mit Gebhardschule

Den richtigen Partner für eine gemeinsame Zukunft zu finden, ist nicht nur ein großes Ziel im Privatleben. Auch bei der Berufswahl sollte bestenfalls zusammenfinden, was zusammengehört. Die Gemeinschaftsschule Gebhard in Konstanz veranstaltet deshalb jedes Jahr ein „Future Dating“. Das Zusammentreffen zwischen Schülern und Vertretern unterschiedlicher Berufsgruppen ist ein erster Schritt in Richtung einer gemeinsamen beruflichen Partnerschaft.

Dieses Mal mit dabei war Christian Kossmehl, erster Vorsitzender des Konstanzer Handwerkerkreises. Der Geschäftsführer der Fliesen Kossmehl OHG Konstanz war jedoch nicht nur wegen des „Datings“ vor Ort, sondern um eine langfristige Bindung einzugehen. Mit den Unterschriften unter dem Vertrag machten der Konstanzer Handwerkerkreis und die Gebhardschule, in Person von Schuldirektorin Elke Großkreutz, ihre neu geschlossene Bildungspartnerschaft offiziell.

„Das ist eine tolle Möglichkeit für die Schüler und uns zur Kooperation. Wir haben bereits eine Bildungspartnerschaft mit der Geschwister-Scholl-Schule Konstanz und daraus haben sich bereits Lehrverträge ergeben“, so Kossmehl. Auch Schulleiterin Großkreutz spricht von einer Win-win-Situation: „Die Bildungspartnerschaften signalisieren ein gegenseitiges Interesse. Sie bedeuten für uns neue Betriebe, mit denen wir zusammenarbeiten können. Und die Partner machen dadurch ihre Betriebe bekannt, das ist eine gute Markenwerbung für sie.“

Berufsorientierung in den Genen

Dass eine Bildungspartnerschaft mit der Gebhardschule geschlossen wurde, war, laut Raimund Kegel, eine Frage der Zeit. „Die Berufsorientierung liegt in den Genen dieser Schule. Zudem gibt es schon immer eine Nähe zwischen der Gebhardschule und dem Handwerk. Das kann man beim jährlichen Konstanzer Handwerkertag sehen, bei dem die Gebhard-Schüler die größte Besuchergruppe bilden“, so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz.

Alles ist also angerichtet für eine erfolgreiche Partnerschaft. Beim „Future Dating“ konnten sich die rund 300 teilnehmenden Schüler dann auch gleich vor Ort vom Konstanzer Handwerk überzeugen. Mit der Fliesen Kossmehl OHG, dem H.W. Keck Gravierbetrieb und der Dietenmeier + Harsch Haustechnik GmbH stellten drei Handwerksbetriebe ihren Beruf und ihr Unternehmen in der Schule vor. „Jeder hat ein Gastzimmer in der Schule bekommen und dort haben wir den Schülern von unseren Tages- und Auftragsabläufen erzählt. Bei uns hat auch viel der Lehrling geredet, um die Informationen auf Augenhöhe weiterzugeben“, so Kossmehl. Doch nicht nur den Jugendlichen direkt wollen Kossmehl und der Handwerkerkreis die vielfältigen Handwerksberufe näherbringen: Auch für die Lehrkräfte ist im Oktober ein Infotag mit Betriebsbesuchen ist geplant.

Welche „Dates“ und Aktivitäten dann am Ende erfolgreich sein werden, wird sich noch zeigen. Doch den richtigen Partner hat der Verbund der Konstanzer Handwerker mit der Gebhardschule jedoch bereits gefunden.

Bildungspartnerschaft

Ihre zukünftigen Fachkräfte holen Betriebe heute am besten in der Schule ab. Bei Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Handwerksbetrieben geht es direkt von der Schulbank an die Werkbank.

Ziel ist es, berufliche Praktika, Orientierungstage oder Betriebsbesuche für alle Schüler verlässlich und langfristig anzubieten, die ökonomische und naturwissenschaftlich-technische Bildung der Schüler zu verbessern sowie den Übergang in den Beruf zu vereinfachen. Die Schüler sollen besser auf das Berufsleben vorbereitet sein.

Eine Bildungspartnerschaft wird mit einem Vertrag schriftlich definiert. Protokolle, Jahresplanung und Gespräche halten den Erfolg fest, koordiniert von Verantwortlichen in Schule und Betrieb. Die Projekte beziehen den Bildungsplan mit ein und orientieren sich auch im Hinblick auf die inhaltliche Gestaltung daran.

Die Handwerkskammer Konstanz unterstützt den Ausbau von Bildungspartnerschaften. Sie hilft bei Vermittlung, Begleitung und Ausgestaltung von Kooperationen. Bei Interesse an einer Bildungspartnerschaft hilft Marina Bergmann vom Team für Nachwuchswerbung weiter.

bergmann

Marina Bergmann

Bildung und Ausbildungsberatung
Nachwuchswerbung

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