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Konjunktur: Robustes Handwerk

Die Stimmung im Handwerk hellt sich weiter auf

Fast zwei Drittel der Handwerksbetriebe im Bezirk der Handwerkskammer Konstanz bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Steigende Einkaufspreise und Rohstoffknappheit sorgen allerdings für Verunsicherungen. Auch von der Coronakrise haben sich noch nicht alle Betriebe wieder vollkommen erholt.

„Die langfristigen Corona-Folgen auf einzelne Unternehmen sind noch nicht absehbar. Aktuell aber zeigt sich das Handwerk insgesamt sehr robust“, sagt Handwerkskammer Präsident Werner Rottler mit Blick auf die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage. Neben der Bau- und Ausbaubranche, seit vielen Jahren Konjunkturlokomotive im Handwerk, seien auch die Betriebe des gewerblichen Bedarfs und das KFZ-Gewerbe wieder erstarkt. In einigen Gewerken, die von den vergangenen Einschränkungen besonders betroffenen waren, gebe es ebenfalls ein sichtbares Aufatmen. „Das Vor-Corona-Niveau ist dort aber noch nicht wieder erreicht“, so Rottler. 

Rund ein Drittel der Betriebe berichten von mehr Auftragseingängen im Vergleich zum Vorjahresquartal. Auch die Betriebsauslastung ist insgesamt gestiegen. Spitzenreiter ist hier die Ausbaubranche: „Rund die Hälfte der Ausbaugewerke sind zu 100 oder mehr Prozent ausgelastet. Nach wie vor investieren die Bürger lieber in die Modernisierung und Sanierung ihrer Eigenheime, statt das Geld brachliegen zu lassen“, so Rottler.

Fehlende Fachkräfte und steigende Einkaufspreise wirkten sich allerdings verunsichernd auf einige Branchen aus und könnten den Aufschwung bremsen. Im Bauhauptgewerbe klagen 90 Prozent der befragten Betriebe über gestiegene Einkaufspreise, im KFZ-Handwerk 94 Prozent und im Ausbaugewerbe sogar 100 Prozent.  

Von gestiegenen Umsätzen sprechen 34 Prozent der Unternehmen im Gesamthandwerk, im zweiten Quartal des Jahres waren es noch 43 Prozent.

Insgesamt blicken die Betriebe in der Region optimistisch in die Zukunft: Rund zwei Drittel der befragten Unternehmen gehen von einer weiterhin stabilen Geschäftslage aus, 20 Prozent erwarten sogar noch Verbesserungen.