Fleischereifachverkäuferin mit Kundin
Sascha SchneiderAMH
Branchengewinner bei den Ausbildungsverträgen ist in diesem Jahr bislang die Berufsgruppe Nahrungsmittel.

AusbildungsbilanzHandwerk ist bei jungen Leuten gefragt

Das Interesse an einer handwerklichen Ausbildung ist offensichtlich groß: Allein bis Ende Mai konnten im Kammerbezirk 742 Ausbildungsverträge geschlossen und bei der Handwerkskammer Konstanz eingetragen werden. Das sind 62 mehr als 2021 und entspricht einem Plus von 9,1 Prozent. Spitzenreiter ist der Kreis Waldshut mit einem Zuwachs von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 14 Prozent mehr Neueintragungen gab es im Schwarzwald-Baar-Kreis und 0,6 Prozent Zuwachs gegenüber dem Vorjahr im Kreis Konstanz. Im Kreis Rottweil wurden bislang ein Prozent weniger Verträge geschlossen als im Vorjahr, im Kreis Tuttlingen 0,9 Prozent weniger.

Handwerkskammerpräsident Werner Rottler wertet den starken Auftakt als gutes Zeichen nach zwei Jahren Pandemie: „Hier sieht man einmal mehr deutlich, dass die Betriebe wieder gute Arbeit geleistet und sich rechtzeitig nach motivierten Bewerbern umgeschaut haben“, so Rottler. Und mit Blick auf die künftigen Auszubildenden freut sich der Handwerkskammerpräsident, dass das Handwerk nach wie vor hoch im Kurs steht, wenngleich manche Gewerke, beispielsweise die Bäcker oder Metzger, durchaus mehr interessierte Bewerber benötigen würden.

Branchengewinner ist bislang dennoch die Berufsgruppe Nahrungsmittel, zu der beispielsweise die Bäcker, Konditoren, Metzger und Brauer zählen, mit einem Plus von 61,5 Prozent, was 16 Ausbildungsverträgen mehr als im vergangenen Jahr entspricht. Auch die Berufsgruppe Gesundheit und Chemie, hierzu gehören beispielsweise die Augenoptiker, Hörakustiker und Zahntechniker, verzeichnet mit 19,5 Prozent einen größeren Zuwachs.

Im Bau- und Ausbaugewerbe sind die Zahlen mit einem Minus von 1,2 Prozent leicht zurückgegangen. Im Bereich der kaufmännischen und sonstigen Berufe, zu denen beispielsweise Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Automobilkaufleute und Kaufleute für Büromanagement sowie Zerspanungsmechaniker zählen, liegt das Minus bislang sogar bei etwas mehr als zehn Prozent. „Aber das kann sich ja noch ändern“, ist Werner Rottler optimistisch, denn in den nächsten Wochen und Monaten steht nicht nur die eine oder andere Ausbildungsmesse auf dem Programm, sondern auch die Ausbildungsbotschafter der Handwerkskammer sind wieder in den Schulen unterwegs und informieren über die Vielfalt der handwerklichen Berufe, die duale Ausbildung und die Karrieremöglichkeiten.

„Es gibt mehr als 130 Berufe im Handwerk, die für jedes Talent etwas Passendes parat haben“, lädt Kammerpräsident Rottler ein, sich mit der Thematik zu befassen, denn wer noch den richtigen Einstieg in die Karriere suche, der sei im Handwerk goldrichtig. „Egal, ob Hauptschul-, Realschulabschluss oder Abitur – die Karrierechancen sind vielfältig und reichen von der Meisterprüfung, über eine Selbständigkeit bis hin zu einem akademischen Studium“, ermuntert Rottler und fügt an, dass die Coronapandemie deutlich unter Beweis gestellt habe, dass das Handwerk krisensicher sei.

Wer in Bezug auf die Ausbildung noch unsicher ist, der kann sich an den Fachbereich Nachwuchswerbung der Handwerkskammer Konstanz wenden. Das Team berät Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte bei allen Fragen rund ums Thema Berufsorientierung. Hier finden Schüler, Eltern und Lehrkräfte unter anderem detaillierte Informationen zu sämtlichen Ausbildungsberufen und Karrierewegen im Handwerk. Auch Handwerksbetriebe können sich bei Fragen zum Auszubildenden-Marketing an die Nachwuchswerbung wenden und kostenfreie Beratungsangebote in Anspruch nehmen.

 Übersicht der freien Ausbildungsplätze (auch in der kostenlosen App „Lehrstellenradar“)

 Informationen zu den einzelnen Berufsbildern und Ausbildungsgängen

grundler Handwerkskammer Konstanz / Inka Reiter

Maria Grundler

Nachwuchswerbung
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