Vier Vertreter des regionalen Bündnisses für Ausbildung: Birgit Hakenjos-Boyd, Thomas Dautel, Hans-Peter Menger, Werner Rottler
IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg / Agentur für Arbeit Rottweil - Villingen-Schwenningen / DGB Baden-Württemberg / HWK Konstanz
Das regionale Bündnis für Ausbildung: die Präsidentin der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg Birgit Hakenjos-Boyd, der operative Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Rottweil - Villingen-Schwenningen Thomas Dautel, der Gewerkschaftssekretär der Regionsgeschäftsstelle Tuttlingen der DGB Baden-Württemberg Hans-Peter Menger und Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz.

Ausbildungschancen sichern

Gemeinsame Erklärung des Bündnisses für Ausbildung in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg

Das regionale Bündnis für Ausbildung mit seinen Partnern Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg, Handwerkskammer Konstanz, die DGB-Region Südbaden sowie Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen gibt die folgende gemeinsame Erklärung ab:

Die Corona-Krise stellt die Wirtschaft vor große Herausforderungen. Fast alle Unternehmen mussten Umstellungen in den betrieblichen Abläufen organisieren und sich auf teils erheblich veränderte Marktbedingungen einstellen. Dies hat auch vor den Auszubildenden in den Betrieben nicht haltgemacht.

Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg ist traditionell eine starke Ausbildungsregion. Die Ausbildung hat für die Unternehmen aus allen Branchen einen ungemein hohen Stellenwert. Der bestehende Fachkräftemangel in der Region war und ist für die Unternehmen zudem eine wichtige Motivation, selbst auszubilden. Die grundsätzliche Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen in der Region ist deshalb unverändert hoch und vielerorts begegnen ausbildende Unternehmen der Krise mit viel Kreativität und Flexibilität.

Dennoch hat die aktuelle Situation nachhaltige Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt. Die Partner des Ausbildungsbündnisses appellieren daher an die Unternehmen der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, auch in diesem Jahr genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Wer jetzt nicht in Ausbildung investiert, lässt Zukunftschancen ungenutzt. Nicht zuletzt kommen die Unternehmen damit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nach.

Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürfen Ausbildungsbetriebe jedoch nicht allein gelassen werden. Die von der Bundesregierung vorgesehene Ausbildungsprämie ist daher ein wichtiges Signal. Sie sollte schnellstmöglich und unbürokratisch umgesetzt werden, denn der Countdown für den Beginn des neuen Ausbildungsjahres im September läuft und die Unternehmen brauchen jetzt Planungssicherheit.

Allen Ausbildungsbetrieben sichern auch die Partner des regionalen Bündnisses für Ausbildung ihre volle Unterstützung zu. Sie stellen Jugendlichen ein breites Informations- und Vermittlungsangebot zur Verfügung, begleiten Auszubildende vom Start bis zur Prüfung und helfen Betrieben, mit intensiver Beratung die Ausbildungsqualität auch unter erschwerten Bedingungen zu sichern. Gemeinsam mit den Unternehmen in der Region werden sie pragmatische Lösungen finden und neue Wege gehen, um die Corona-Krise nicht zur Ausbildungskrise werden zu lassen.

Die Schülerinnen und Schüler von heute dürfen nicht zur ‚Generation Corona‘ werden, sondern zu Fachkräften, die die Wirtschaft und das Leben in der Region in Zukunft gestalten.

Jugendliche sollten sich also nicht entmutigen lassen, sondern die vielfältigen Angebote wahrnehmen und mit Unterstützung ihrer Eltern und Lehrer das Spektrum der Möglichkeiten ausloten. Für sie gilt: Berufsorientierung ist Zukunftsorientierung – und die war nie wichtiger als heute.