Zufriedenheit
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Auf gute Zusammenarbeit

Serie "Fachkräfte? Sicher!" - Folge 5: Für Zufriedenheit sorgen

Jeden Tag fröhlich an die Arbeit gehen? Wünschenswert, aber wenig realistisch. Schließlich gibt es immer wieder mal Probleme, zum Beispiel ein hohes Arbeitspensum oder schlechte Stimmung im Team. Bevor sich ein kurzer Ärger zur dauerhaften Unzufriedenheit verfestigt und die Motivation der Mitarbeiter ernstlich Schaden nimmt, sollten Personalverantwortliche und Führungskräfte aktiv werden. Welche Möglichkeiten Betriebe haben, um die Zufriedenheit in der Belegschaft zu steigern, erklärt Personalberaterin Fabienne Gehrig von der Handwerkskammer Konstanz.

1.    Arbeit gut organisieren

Zu viel Arbeit, zu schwierige Aufgaben oder zu hoher Druck führen zu Überlastung – und die macht Mitarbeiter definitiv unzufrieden. Allerdings trägt auch das Gegenteil zu einer gedrückten Stimmung im Betrieb bei: Wer unterfordert ist, fühlt sich auf Dauer auch nicht wohl. Führungskräfte sollten also darauf achten, dass Mitarbeiter entsprechend der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen adäquat eingesetzt werden und dabei auch die Möglichkeit haben, ihre Ideen einzubringen.

Sollte über das Jahr verteilt Mehrarbeit anfallen, bietet sich ein Arbeitszeitkonto an, auf dem Mitarbeiter ihre Plusstunden gutschreiben können. Diese können dann wiederum in Monaten mit geringerem Arbeitsaufkommen bei einer gleichbleibenden Gehaltszahlung abgebaut werden.

2.    Für Zusammenhalt sorgen

„Zusammen ist man weniger allein“ – das gilt natürlich auch im Betrieb. Häufig sind es die Kollegen, die selbst unliebsame Arbeiten erträglich machen. Ein Auge auf den Teamzusammenhalt zu haben, ist also unverzichtbar. Falls die Stimmung kippt, sollte schnellstmöglich gegengesteuert werden, zum Beispiel mit einem Teamworkshop. Dieser kann unterschiedlich gestaltet werden, Hauptsache, man verständigt sich am Ende auf gemeinsame Regeln für die Zusammenarbeit.

Damit ein bisschen Abstand zum Betriebsalltag rein- und auch der Spaß nicht zu kurz kommt, bietet sich für den Workshop ein Ortswechsel an, ob Tagungshotel oder Ausflug ins Grüne. Dabei unbedingt die Mitarbeiter einbinden und nach ihren Präferenzen fragen.

3.    Reden, reden, reden

Und wieder einmal: Ohne regelmäßige Gespräche mit den Mitarbeitern bekommt man auch ihre Stimmung nicht mit, geschweige denn schwelende Unzufriedenheit.

Wenn der kurze Austausch im Alltag dafür nicht ausreicht, kann ein formelleres Mitarbeitergespräch helfen. Das sollte mit festem Termin geplant und unter vier Augen durchgeführt werden. Sowohl Chef als auch Mitarbeiter müssen die Chance haben, sich auf das Gespräch vorzubereiten.

In möglichst ruhiger Atmosphäre kann der Mitarbeiter dann erzählen, was aktuell gut läuft und was noch verbesserungswürdig ist. Dabei kann man relativ schnell feststellen, wo der Schuh drückt und an einer gemeinsamen Lösung arbeiten. Am Ende sollten spezifische, messbare und realistische Maßnahmen stehen, die bis zu einem bestimmten Datum umgesetzt werden.

Ein konstruktives Gespräch vermittelt Wertschätzung – schon allein, weil sich der Chef Zeit für die Probleme seines Mitarbeiters genommen hat. Zeigen dann auch noch die vereinbarten Maßnahmen Wirkung, wird die Unzufriedenheit verpuffen. Ansonsten muss in weiteren Gesprächen nachjustiert werden.

4.    Einfach machen

Wie die Beispiele verdeutlichen, gibt es kein Pauschalrezept, um die Zufriedenheit im Betrieb zu steigern. Wichtig ist, sich als Unternehmer des Themas anzunehmen und echtes Interesse an den Mitarbeitern zu zeigen. Denn häufig sind es die kleinen Dinge, die am Ende viel bewirken.

 Weitere Tipps, ausführliche Informationen und hilfreiche Leitfäden gibt es unter www.personal.handwerk2025.de .

Die Personalberatung ist Teil des Projekts „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und des baden-württembergischen Handwerks.

Gehrig Fabienne

Fabienne Gehrig

Wirtschaftsförderung und Unternehmensservice
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