Landesgartenschau 2028 Handwerk an Science Center beteiligt

PRESSE. Am neuen Science Center, das auf dem Gelände der Landesgartenschau in Rottweil entsteht, wirkt auch das Handwerk mit. Über die Genossenschaft Campus Schule-Wirtschaft engagieren sich Kammer-Hauptgeschäftsführer Georg Hiltner und Bildungsakademieleiter Filippo Campagna, aber auch Handwerksbetriebe im Landkreis Rottweil sind involviert.

Modell des Science Centers, das auf der Landesgartenschau in Rottweil 2028 stehen soll.
Zukunftswelten GmbH & Co. KG / Architektenbüro Eble Messerschmidt Partner. So wird das Science Center 2028 zur Landesgartenschau aussehen.

Entdecken. Verstehen. Mitgestalten – unter diesem Leitgedanken entsteht auf dem Gelände der Landesgartenschau 2028 in Rottweil ein neues Science Center. In dem ehemaligen Gebäude der Energieversorgung Rottweil (ENRW) wird ein Lern-, Erlebnis- und Begegnungsort geschaffen, an dem Naturwissenschaft und Technik erklärt und entdeckt werden können. Am Science Center wirkt auch das Handwerk mit: Georg Hiltner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz, engagiert sich im Aufsichtsrat von Campus Schule-Wirtschaft, die als gemeinnützige Genossenschaft künftig das Science Center betreibt. Filippo Campagna, Leiter der Bildungsakademie Rottweil, bringt seine Erfahrung als Mitglied des Beirats ein. „Ausprobieren, anpacken – als Handwerker haben wir diese Philosophie verinnerlicht. Daher ist es toll, dass das Science Center viele Mitmachaktionen plant“, sagt er.

Portrait von Georg Hiltner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz

Das Science Center vermittelt Bildung vor allem durch Praxis. Das weckt die Neugierde für Naturwissenschaft und Technik und es zeigt, welchen unverzichtbaren Beitrag Handwerk zur Umsetzung innovativer Ideen leistet. Das bietet auch große Chancen für die Fachkräfte von morgen.

Georg Hiltner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz

Betriebe aus der Region engagieren sich

Auch beim Bau des Science Centers spielt das Handwerk eine zentrale Rolle. Mit Metall Aigeldinger aus Zimmern ob Rottweil und Elektro Bayer bringen sich zwei regionale Handwerksbetriebe in das Projekt von Bauherrin Zukunftswelten GmbH & Co. KG ein. Der Betrieb von Martin Aigeldinger wird eine anspruchsvolle Stahlkonstruktion umsetzen. Für Aigeldinger steht nicht nur die technische Herausforderung im Vordergrund:

Mich begeistert, dass hier etwas entsteht, das weit über ein Gebäude hinausgeht. Mit unserer Stahlkonstruktion schaffen wir das tragende Gerüst für einen Ort, an dem Menschen Neues entdecken und Zukunft mitgestalten können. An einem solchen Projekt mitzuwirken, ist etwas Besonderes.

Martin Aigeldinger, Geschäftsführer von Metall Aigeldinger
Portrait von Martin Aigeldinger, Geschäftsführer von Metall Aigeldinger

Kreishandwerksmeister Ralf Rapp, Geschäftsführer von Elektro Bayer in Rottweil, bringt seine elektrotechnische Kompetenz ein und unterstützt ehrenamtlich zusätzlich die Rückbauarbeiten. Er möchte junge Menschen für sein Gewerk begeistern.

Portrait von Ralf Rapp, Geschäftsführer von Elektro Bayer

Elektrotechnik begegnet uns überall – von der Energieversorgung über die Gebäudeautomation bis hin zur Digitalisierung. Das Science Center macht diese Technik erlebbar und zeigt, wie vielseitig unser Beruf ist. Wenn dadurch junge Menschen Begeisterung für das Elektrohandwerk entwickeln, ist das ein großer Gewinn.

Ralf Rapp, Geschäftsführer von Elektro Bayer

Science Center als zukunftsweisender Ort

Gemeinsam mit den Architekten von Eble Messerschmidt Partner, dem Ausstellungsgestalter Hüttinger Interactive Exhibitions sowie den Teams von Zukunftswelten und Campus Schule-Wirtschaft vereint das Projektteam unterschiedlichste Erfahrungen und Kompetenzen. Christine Schellhorn, geschäftsführende Vorständin von Campus Schule-Wirtschaft und Mitinitiatorin des Projekts, ist überzeugt: „Mit diesem engagierten Team aus unterschiedlichsten Fachrichtungen und hohem Qualitätsanspruch schaffen wir ein Science Center, an dem Naturwissenschaft und Technik nicht nur erklärt, sondern entdeckt und erlebt werden können. Gleichzeitig entsteht ein zukunftsweisender Ort, der Bildung, Innovation und nachhaltiges Handeln auf besondere Weise miteinander verbindet.“

Holzpavillon der Zimmerer

Die Bildungsakademie Rottweil beteiligt sich mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) Konstanz über das gemeinsame Projekt Walz 4.0 an der Landesgartenschau 2028. Im Zimmerermeisterkurs soll ein Holzpavillon gebaut werden, der von Konstanzer Architektur- und Ingenieurs-Studierenden entworfen wird. Die Kooperation Walz 4.0 besteht bereits seit 2024. Das Projekt verbindet Handwerk, Hochschule und Praxis.

Weitere Informationen zu Walz 4.0