
„Die Einigung der Regierungskoalition ist zunächst einmal ein wichtiges Signal: Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht es politische Handlungsfähigkeit. Dass nun ein Reformpaket auf dem Tisch liegt, ist deshalb zu begrüßen.
Mich freut besonders, dass Themen aufgegriffen werden, die unsere Betriebe seit Jahren beschäftigen. Wenn Dokumentationspflichten tatsächlich abgebaut, Berichtspflichten reduziert und der Datenschutz für kleine Unternehmen praxistauglicher gestaltet werden, wäre das eine echte Entlastung. Genau diese Zeit brauchen unsere Betriebe für ihre Kunden, ihre Mitarbeitenden und die Ausbildung ihres Nachwuchses.
Auch die höheren steuerfreien Sonn- und Feiertagszuschläge sind ein wichtiges Signal für viele Beschäftigte im Handwerk. Entscheidend wird außerdem sein, dass das Arbeitszeitgesetz praxistauglich ausgestaltet wird.
Auf die Umsetzung kommt es an
Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Unsere Betriebe haben in den vergangenen Jahren viele Ankündigungen gehört. Entscheidend ist, dass die Reformen schnell im Alltag ankommen und tatsächlich Freiräume schaffen. Reformen dürfen am Ende nicht zu neuen Belastungen führen, sondern müssen für die Betriebe spürbare Entlastungen bringen. Gerade viele Handwerksbetriebe sind Personenunternehmen und dürfen bei künftigen steuerlichen Entlastungen nicht außen vor bleiben.
Das Handwerk ist bereit, Verantwortung zu übernehmen. Jetzt ist die Politik am Zug. Dieses Reformpaket ist ein guter Anfang – weitere Schritte müssen folgen.“