Mit Zuversicht ins neue Jahr

Das regionale Handwerk startet voller Erwartungen ins neue Jahr. Trotz global unruhiger Zeiten blicken Verantwortliche mit Zuversicht nach vorne und bauen auf die Stärke und Innovationskraft der Betriebe in der Region. Dennoch gibt es einige unerledigte Aufgaben, die sie an die Politiker adressieren.

Autobahn mit Jahreszahlen

Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz

Rundes Portrait von Werner Rottler

„Als Präsident der Handwerkskammer blicke ich mit großer Zuversicht auf das neue Jahr. In Baden-Württemberg wird gewählt und ich hoffe auf den Reformmut der Politik im Ländle. Wirtschaftswachstum und demokratischer Zusammenhalt müssen gestärkt werden. Im Handwerk sehe ich eine stabile Kraft, die die Herausforderungen der Zukunft annimmt. Wir tragen Verantwortung, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich. Die engagierte ehrenamtliche Arbeit in unseren Gremien und die Zusammenarbeit mit einem tollen Team erfüllen mich mit Stolz. Gemeinsam werden wir positive Impulse im neuen Jahr setzen, Ausbildung fördern und den Handwerksstandort stärken.“

Georg Hiltner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz

„Es freut mich, dass die Politik in Bund und Land die Notwendigkeit erkannt hat, dass wir die handwerklichen Bildungsstätten für gute Aus- und Weiterbildung für die Zukunft stärken müssen. Hierzu ist mehr finanzielle Unterstützung zugesagt. Mit geförderten Projekten wie zum Beispiel Design Thinking entstehen moderne Lernformate. Durch solche und ähnliche Leuchtturm-Projekte wird die Zukunft des Handwerks aktiv gesichert. Handwerk und Mittelstand benötigt heute eine noch stärkere Stimme und hohe mediale Reichweiten. Das wird auch weiterhin eine herausfordernde und wichtige Aufgabe sein. Mit Zuversicht und Engagement werden wir auch dieses Jahr anstehende Themen im Handwerk für unsere Mitglieder aufbereiten und begleiten.“

Rundes Portrait von Georg Hiltner

Ralf Rapp, Kreishandwerksmeister Donau-Neckar

Rundes Portrait von Ralf Rapp

„Ich blicke mit Zuversicht und auch mit Respekt auf das neue Jahr. Respekt vor dem, was unsere Handwerksbetriebe in den vergangenen Monaten geleistet haben. In vielen persönlichen Gesprächen erlebe ich täglich, wie viel Engagement, Verantwortung und Herzblut in unseren Betrieben steckt. Trotz aller Unsicherheiten wird angepackt, ausgebildet und investiert – das macht mich stolz.

Für das neue Jahr wünsche ich mir, dass diese Leistung stärker gesehen und anerkannt wird. Weniger Bürokratie, mehr Vertrauen und verlässliche Rahmenbedingungen würden unseren Betrieben den Rücken stärken. Besonders wichtig ist mir der Nachwuchs: Wenn es uns gelingt, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern und ihnen Perspektiven zu bieten, dann können wir auch 2026 mit Zuversicht nach vorn schauen.“

Marilena Mangili, Kreishandwerksmeisterin Westlicher Bodensee

„Für das neue Jahr wünsche ich mir ein respektvolles Miteinander, in dem wir bewusst zuhören, einander wertschätzen und Unterschiede als Bereicherung sehen – innerhalb des Handwerks und in der Gesellschaft insgesamt. Vertrauen, Fairness und Respekt sind Werte, die ein friedliches Zusammenleben tragen.

Künstliche Intelligenz kann unterstützen, aber nicht ersetzen: Handwerk bedeutet Verantwortung, Nähe zu den Menschen und trägt zu Wohlstand bei. Ich hoffe, dass wieder mehr junge Menschen mutig handwerkliche Berufe ergreifen und Leistung, Engagement sowie fachliche Kompetenz wertgeschätzt werden. Gleichzeitig sind faire Rahmenbedingungen für stabile Betriebe wichtig.

Ich wünsche mir ein Jahr, in dem Handwerk, Politik und Gesellschaft stärker ins Gespräch kommen, Zusammenhalt wächst und wir gemeinsam mit Zuversicht nach vorne blicken.“

Rundes Portrait von Marilena Mangili

Thomas Kaiser, Kreishandwerksmeister Waldshut

Rundes Portrait von Thomas Kaiser

„Für das neue Jahr 2026 erwarte ich vor allem weniger Bürokratie, einfachere Vorschriften, steuerliche Entlastung. Sicherung fairer Bedingungen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Handwerksbetriebe durch die Politik. Wünschenswert und innovativ ist die Entwicklung neuer Lösungen in Kooperation Handwerk, Wissenschaft. Gerade das Thema Nachhaltigkeit und Energiewende ist ein zentrales Querschnittsthema. Die Sicherung von Fachkräften bleibt das drängendste Thema. Hier wäre eine bessere Schulbildung, die Förderung der beruflichen Ausbildung und pragmatische Lösungen für die Unternehmensnachfolge wünschenswert.

Ich blicke optimistisch auf die Konjunktur, stabilere und steigende Umsätze. Außerdem sehe ich die Bereitschaft, in die Digitalisierung zu investieren, um im Handwerk wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Bernd Simon, Kreishandwerksmeister Tuttlingen

„Das Jahr 2026 wird ein richtungsweisendes Jahr für Baden-Württemberg und die ganze Bundesrepublik. Mehrere Landtagswahlen stehen an. Für Baden-Württemberg hoffe ich auf eine stabile demokratische Mehrheit mit verlässlichen
Entscheidungen. Für die wirtschaftliche Entwicklung im Handwerk blicke ich optimistisch in die Zukunft. Handwerk kann Krise! Wir werden auch diese mit unseren hochqualifizierten Mitarbeitenden meistern.

Ich freue mich auf den Austausch mit unseren Betrieben und eine rege Teilnahme an den Veranstaltungen des Handwerks in der Region.“

Rundes Portrait von Bernd Simon