Landtagswahl 2026 Das sagen die Kandidaten (Wahlkreis Konstanz)

Am 8. März wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Lesen Sie hier, was die Kandidaten aus dem Wahlkreis Konstanz auf unsere Frage geantwortet haben.

Landtagsgebäude des Landes Baden-Württemberg
Veitmueller, CC BY-SA 2.0 DE, via Wikimedia Commons

Wie wollen Sie gewährleisten, dass das duale System und die berufliche Bildung im Handwerk gleiche politische Priorität wie ein Hochschulstudium erhalten?

Portrait von Andrea Gnann, CDU-Kandidatin für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Konstanz.

Andrea Gnann (CDU)

Entscheidend ist, dass junge Menschen früh praktische Tätigkeiten kennenlernen: Durch Berufsorientierung ab der Mittelstufe, verpflichtende Betriebspraktika und Kooperationen zwischen Schulen und Handwerk. Berufliche Schulen werden als Kompetenzzentren finanziert und ausgebaut. Die Meisterausbildung wird durch Verdopplung der Meisterprämie gestärkt und dauerhaft kostenfrei, Weiterbildungen gefördert. Ausbildungsbetriebe entlasten wir durch Bürokratieabbau und klare Rahmenbedingungen. So sichern wir Ausbildung und Zukunft des Handwerks.

Foto: Marcel Dietrich

Frank Ortlof (SPD)

Es braucht ein Kraftpaket für das Handwerk. Die SPD bekennt sich zur dualen Ausbildung. Wir machen das duale System für junge Menschen attraktiv, um sie für eine Ausbildung zu gewinnen. Wir ermöglichen die
Meisterausbildung gebührenfrei. Dies werden wir auf alle Aufstiegsfortbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz und der Handwerksordnung ausweiten. So bauen wir Nachteile gegenüber der akademischen Ausbildung ab und gewinnen Fachkräfte. In der beruflichen Orientierung an Gymnasien müssen die berufliche und die akademische Ausbildung gleichgestellt werden.

Foto: SPD Baden-Württemberg

Portrait von Frank Ortoff, SPD-Kandidat für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Konstanz.
Portrait von Nese Erikli, Grüne-Kandidatin für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Konstanz.

Nese Erikli (Grüne)

Das Handwerk ist das wirtschaftliche Rückgrat Baden- Württembergs. Entsprechend ist uns Grünen die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung ein klarer politischer Auftrag. Wir stärken das duale System durch bessere Berufsorientierung, verlässliche Finanzierung und zukunftsfähige Ausbildungskapazitäten. Mit dem Freiwilligen Handwerksjahr, Meisterprämien und Meistergründungsprämien sowie „Horizont Handwerk“ sichern wir Fachkräfte, Gründungen und Ausbildungsplätze. Ergänzend fördern wir Frauen im Handwerk gezielt durch Mentoring und Vernetzung.

Foto: Lena Lux

Patrick Konopka (FDP)

Das duale System ist für uns gleichwertig zum Hochschulstudium. Wir stärken eine frühzeitige, verbindliche Berufsorientierung an allen Schularten, bauen praxisnahe Formate wie Handwerksschnupperjahre aus und machen Karrierewege im Handwerk sichtbar. Betriebe entlasten wir konsequent von Bürokratie. Mit einer höheren und ausgeweiteten Meisterprämie, einer Investitionsoffensive für Berufsschulen sowie ausreichend wohnortnahen Ausbildungskapazitäten
sichern wir Qualität, Attraktivität und echte Wahlfreiheit zwischen beruflicher und akademischer Bildung.

Foto: Laurence Chaperon

Portrait von Patrick Konopka, FDP-Kandidat für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Konstanz.
Portrait von Lars Hofmann, Linke-Kandidat für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Konstanz.

Lars Hofmann (Die Linke)

Wir stellen die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung politisch sicher, indem wir das duale System stärken. Berufsorientierung fördern wir durch den Erhalt beruflicher Schulen in der Fläche und ausreichend Ausbildungsplätze. Die Finanzierung sichern wir über eine gesetzliche Ausbildungsplatzumlage nach dem Bremer Modell, faire Mindestvergütungen und einen Rechtsanspruch auf Ausbildung. Ausbildungskapazitäten erhöhen wir durch kostenfreie Meister- und Technikerabschlüsse sowie die stärkere Einbindung der Betriebe.

Foto: Alexander Somogyi

Steffen Jahnke (AfD)

Wohlstandssicherung, Zukunftssicherheit, Steuerkraft und sozialer Frieden sind nur durch Arbeitsplatzsicherung und Fachkräfteausbildung im Handwerk realisierbar. Nach Prüfung der Finanzlagen in Bund und Land müssen die Anreize für Aus- oder Weiterbildung erhöht werden. Es gilt, die Arbeitsplatzperspektiven für Beschäftigte im Handwerk besonders durch neue überzeugende Bausteine gegenüber einem Hochschulstudium zu verbessern und zu veranschaulichen. Gleichfalls sind Arbeits- und finanzielle Rahmenbedingungen für Berufsschullehrer und Ausbilder weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Foto: AfD

Portrait von Steffen Jahnke, AfD-Kandidat für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Konstanz.