Statement zur Landtagswahl Jetzt müssen Taten folgen

PRESSE. Präsident Werner Rottler und Hauptgeschäftsführer Georg Hiltner fordern von Grünen und CDU eine schnelle Regierungsbildung und die zügige Umsetzung zentraler Wahlversprechen, insbesondere beim Bürokratieabbau, der Stärkung der beruflichen Bildung und besseren Rahmenbedingungen für die Handwerksbetriebe im Land.

Georg Hiltner und Werner Rottler auf der Fahrradbrücke in Konstanz.
HWK KN / Oliver Hanser

Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg steuern die Grünen und die CDU erneut auf eine gemeinsame Regierung zu. Das Handwerk erwartet nun eine schnelle Regierungsbildung und vor allem konkrete Schritte zur Stärkung des Standorts.

Der Wahlausgang bringe nun besondere Verantwortung mit sich, so Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz. Wenn beide Regierungsparteien im Wahlkampf betont hätten, dass die Wirtschaft wieder stärker in den Mittelpunkt rücken solle, dann müsse sich das nun auch in konkreten Maßnahmen widerspiegeln. Dazu zählten vor allem Bürokratieabbau, eine stärkere Berufsorientierung, Investitionen in berufliche Bildung und Bildungsstätten sowie eine bessere Unterstützung von Gründern und Betriebsnachfolgen.

„Unsere Botschaft ist klar: Jetzt müssen den Worten Taten folgen“, sagt Rottler. Viele Betriebe stünden unter großem Druck, nicht wegen fehlender Aufträge, sondern wegen immer neuer Vorschriften und Dokumentationspflichten. Weniger Bürokratie würde den Unternehmen sofort helfen und ihnen mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit geben.

Hiltner ergänzt, dass neben der Bürokratie vor allem die Bildung ein zentrales Thema sei. „Das Handwerk braucht gut ausgebildete Fachkräfte, und dafür ist eine starke berufliche Bildung entscheidend“, betont er. Verlässliche Investitionen in moderne Bildungsstätten, bessere Ausstattung und eine stärkere Berufsorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen seien notwendig, um jungen Menschen die Chancen des Handwerks deutlich zu machen.

Abschließend richtet sich der Blick auf Gründer und Nachfolger. Rottler fordert, dass auch hier bürokratische Hürden gesenkt und Beratungsangebote gestärkt werden, damit Wissen und Arbeitsplätze im Land bleiben. Hiltner ergänzt: „Für Gründer bedeutet das: schneller Zugang zu Förderungen, unkomplizierte Genehmigungen und klare Unterstützungsstrukturen. So wird das Handwerk für junge Menschen attraktiver und Betriebe, die teilweise schon seit Generationen bestehen, müssen mangels Nachfolge nicht schließen. Beide Parteien haben auch eine Verdoppelung der Meisterprämie als Anreiz versprochen. Diese muss jetzt schnell kommen“, so Hiltner.