Landtagswahl 2026 Das sagen die Kandidaten (Wahlkreis Villingen-Schwenningen)

Am 8. März wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Lesen Sie hier, was die Kandidaten aus dem Wahlkreis Villingen-Schwenningen auf unsere Frage geantwortet haben.

Wie wollen Sie faire Wettbewerbsbedingungen für das Handwerk sichern – etwa bei Steuern, öffentlichen Aufträgen oder sozialer Absicherung?

Portrait von Andreas Braun, CDU-Kandidat für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Villingen-Schwenningen.

Andreas Braun (CDU)

Als Handwerksmeister und seit über zwölf Jahren Bürgermeister weiß ich, was Betriebe täglich leisten und was sie ausbremst. Deshalb setze ich mich auf Landesebene für Deregulierung, weniger Bürokratie und schnellere Verfahren ein. Öffentliche Aufträge müssen unbürokratisch, mit höheren Vergabegrenzen und bevorzugt regional vergeben werden. Wertschöpfung gehört in unsere Betriebe vor Ort. Für eine höhere Meisterprämie und eine durchgängige Berufsorientierung in allen Schularten werde ich mich einsetzen, damit Betriebe bestehen bleiben und Nachfolge gelingt.

Foto: privat

Nicola Schurr (SPD)

Als Sozialpolitiker setze ich mich dafür ein, Unternehmen und Betriebe gezielt zu unterstützen, besonders im Bereich Bildung. Bildungsgutscheine für Unternehmen sollen Qualifizierungen erleichtern, lebenslanges Lernen fördern und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Die Meisterausbildung muss vollständig gebührenfrei sein. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum kommt nicht nur den Beschäftigten zugute, sondern ist auch eine wichtige Maßnahme für den Ausbau der Infrastruktur.

Foto: Hannah Bichay

Portrait von Nicola Schurr, SPD-Kandidat für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Villingen-Schwenningen.
Portrait von Martina Braun, Grüne-Kandidatin für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Villingen-Schwenningen.

Martina Braun (Grüne)

Handwerk ist unser Rückgrat. Gute Bedingungen sichern wir im Land durch echte Entlastung: Wir bauen Bürokratie ab, digitalisieren Genehmigungen und vereinfachen Anträge. Mit Meister- und Meistergründungsprämien fördern wir Unternehmertum und sichern Betriebsnachfolgen. Wir investieren in Fachkräfte, moderne Bildungsstätten und die Gleichstellung von Meister und Master. Bei öffentlichen Aufträgen setzen wir auf faire Vergaben. Zudem senken wir durch erneuerbare Energien und Effizienzprogramme Kosten und stärken Familienbetriebe.

Foto: Michael Stifter

Dirk Eisenbiegler (FDP)

Ohne ein starkes und leistungsorientiertes Handwerk kommt unser Standort wirtschaftlich nicht voran. Die größten Probleme sind der Fachkräftemangel und die Bürokratie. Um die Ausbildungsberufe attraktiver zu machen, müssen sie modernisiert werden: leistungsorientiert, innovativ und anwendungsorientiert. Es muss interessant sein, einen Handwerksberuf zu ergreifen – und es muss sich lohnen! Die Bürokratie erstickt die Leistungsbereitschaft im Handwerk. Deshalb: weniger Regeln, weniger Formulare und endlich mehr Digitalisierung.

Foto: privat

Portrait von Dirk Eisenbiegler, FDP-Kandidat für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Villingen-Schwenningen.
Portrait von Aynur Karlikli, Linke-Kandidatin für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Villingen-Schwenningen.

Aynur Karlikli (Die Linke)

Wir wollen 10 Mrd. Euro jährlich in eine digitale Verwaltung investieren, um Behörden zu vernetzen und Abläufe zu beschleunigen. Die 10 aufwendigsten Verfahren für das Handwerk wollen wir identifizieren und radikal vereinfachen. Formulare wollen wir konsequent nutzerfreundlich gestalten. Das Vergaberecht wollen wir modernisieren: weg vom reinen Billigstangebot, hin zu sozialen und ökologischen Kriterien. Nachweispflichten werden risikobasiert und praxisnah ausgestaltet.

Foto: privat

Martin Rothweiler (AfD)

Faire Wettbewerbsbedingungen für das Handwerk erreichen wir nur mit klarem Kurswechsel: Steuern sofort runter, Bürokratie endlich abbauen und Schluss mit EU-Vergaberegeln, die Großkonzerne bevorzugen. Familien- und Einzelunternehmer brauchen echte soziale Absicherung ohne Zwangssysteme. Das Handwerk verdient Schutz statt Gängelung und frühzeitige Investitionen in die Bildung des Fachkräftenachwuchses. Wir beenden den Heizungshammer, sichern wahre Technologieoffenheit und die Wahlfreiheit für Kunden und Betriebe.

Foto: privat

Portrait von Martin Rothweiler, AfD-Kandidat für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Villingen-Schwenningen.