„Entlastung ja – aber fair und mit klaren Prioritäten“

Portrait von Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz, auf der Fahrradbrücke in Konstanz.
HWK KN / Oliver Hanser

Das Entlastungspaket der Bundesregierung soll die hohen Energiepreise durch den Irankrieg abfedern. Dazu äußert sich Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz, mit folgendem Statement:

„Die stark steigenden Energiepreise setzen Beschäftigte und Betriebe in unserer Region gleichermaßen unter Druck. In dieser Situation ist staatliches Eingreifen wichtig. Die Senkung der Energiesteuer um 17 Cent pro Liter ist ein überfälliger und richtiger erster Schritt. Der Staat darf nicht von der Krise profitieren, während Wirtschaft und Bürger erheblich belastet werden.

Gleichzeitig braucht Entlastung mehr Fairness und eine klare Prioritätensetzung. Kritisch sieht das Handwerk, dass weitere Entlastungen faktisch über eine steuer-  und abgabenfreie Prämie von den Arbeitgebern getragen werden. Die Konjunktur vieler Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Konstanz ist angespannt, Investitionen werden zurückgestellt und finanzielle Spielräume sind begrenzt. Zusätzliche Belastungen sind in dieser Lage für viele Betriebe kaum zu stemmen.

Wenn eine schnelle Entlastung erreicht werden soll, müssen politische Maßnahmen klar priorisiert werden. Das kann auch bedeuten, einzelne Vorhaben wie die Mütterrente zeitlich nach hinten zu schieben, um finanziellen Spielraum für wirksame Entlastungen zu schaffen. Entscheidend sind darüber hinaus langfristige Lösungen: dauerhaft niedrigere Energie- und Stromkosten, verlässliche Rahmenbedingungen und eine Steuerpolitik, die auch Personenunternehmen spürbar entlastet. Nur so kann die wirtschaftliche Stabilität des Handwerks und Beschäftigung bzw. Ausbildung in der Region gesichert werden.“

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