Landtagswahl 2026 Das sagen die Kandidaten (Wahlkreis Waldshut)

Am 8. März wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Lesen Sie hier, was die Kandidaten aus dem Wahlkreis Waldshut auf unsere Fragen geantwortet haben.

Welche politischen Entscheidungen planen Sie, um ländliche Regionen als Ausbildungs-, Lebens- und Betriebsstandort des Handwerks attraktiv zu halten?

Portrait von Simon Herzog, CDU-Kandidat für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Waldshut.

Simon Herzog (CDU)

Um ländliche Regionen dauerhaft als Ausbildungs-, Lebens- und Betriebsstandort des Handwerks attraktiv zu halten, setze ich auf eine leistungsfähige Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum und verlässliche Daseinsvorsorge. Entscheidend sind zudem Bürokratieabbau, schnellere Genehmigungen und praxisnahe Regulierung. Das Handwerk braucht
Planungssicherheit, eine starke berufliche Bildung sowie gezielte Entlastungen, damit Ausbildung und Unternehmertum im ländlichen Raum Zukunft haben.

Foto: Wahlkreisbüro Simon Herzog

Joana Stöhrer da Costa (SPD)

Das Handwerk ist Rückgrat des ländlichen Raums. Dafür braucht es gute Bedingungen: Wir als SPD wollen die Meisterausbildung gebührenfrei machen, Ausbildungswohnheime fördern und Bürokratie abbauen. Wer ausbildet, darf nicht an Formularen scheitern. Wir investieren in Glasfaser, Mobilfunk und besseren ÖPNV, mit dem 365-Euro-Ticket fürs ganze Land. Und wir wollen schneller bauen können: mit digitalisierten Genehmigungen und einem Landesfonds für bezahlbaren Wohnraum. So bleibt das Handwerk stark, vor Ort und in der Zukunft.

Foto: Hannah Bichay

Portrait von Joana Stöhrer da Costa, SPD-Kandidatin für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Waldshut.
Portrait von Niklas Nüssle, Grüne-Kandidat für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Waldshut.

Niklas Nüssle (Grüne)

Handwerk ist das Rückgrat unserer ländlichen Regionen. Damit Betriebe auch künftig erfolgreich sind, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen. Wir verlängern die Meistergründungsprämie auf 48 Monate, fördern verstärkt Azubi-Wohnheime. Regionale Programme zur Handwerksförderung, Fachkräftesicherung und Zuwanderungsberatung stärken Ausbildung und Beschäftigung. So machen wir mit weniger Bürokratie, schnelleren Gründungen und gezielter Fachkräfteförderung den ländlichen Raum dauerhaft attraktiv für Handwerk, Familien und Betriebe.

Foto: Die Grünen

Nathalie Wagner (FDP)

Um ländliche Regionen als Ausbildungs-, Lebens- und Betriebsstandort des Handwerks attraktiv zu halten, setze ich auf verbindliche Genehmigungsfristen, digitale Verfahren und den Abbau unnötiger Landesauflagen. Wichtig sind sanierte Verkehrswege, verlässliche Anbindungen sowie flächendeckender Glasfaser und Mobilfunkausbau. Bezahlbarer Wohnraum entsteht durch vereinfachte Bauvorschriften und schnellere Umnutzung. Gleichzeitig stärke ich die berufliche Bildung und fördere den Meisterbrief als gleichwertigen Karriereweg zum Studium.

Foto: Timo Härtl

Portrait von Nathalie Wagner, FDP-Kandidatin für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Waldshut.
Portrait von Julian Besemann, Linke-Kandidat für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Waldshut.

Julian Besemann (Die Linke)

Damit Handwerk auf dem Land Zukunft hat, muss das Leben dort gut funktionieren. Ich will Bus und Bahn, die zuverlässig fahren, schnelles Internet und sichere Wege. Bezahlbares Wohnen durch kommunale und gemeinnützige Träger entlastet Azubis und Familien. Betriebe brauchen erreichbare Verwaltungen, starke Berufsschulen und öffentliche Daseinsvorsorge, die bleibt – von Gesundheit bis Nahversorgung. So werden Arbeiten, Lernen und Leben auf dem Land verlässlich und attraktiv. Das stärkt Wertschöpfung, sichert Fachkräfte und Zusammenhalt.

Foto: Die Linke Waldshut-Tiengen

Matthias Jehle (AfD)

Wir werden die Entlastung für mittelständische Unternehmen umsetzen. Der Mittelstand ist das Rückgrat der baden-württembergischen Wirtschaft und verdient klare Rahmenbedingungen. Die Verwaltung muss Partner der Betriebe sein. Digital und effizient, mit schnellen Entscheidungen. Investitionsgenehmigungen für Neubau, Erweiterung und Ausbau müssen zügig erfolgen. Das Land sichert bezahlbare Gewerbeflächen. So stärken wir Handwerk, Investitionen und Arbeitsplätze. Schulabgängern vermitteln wir, dass das Handwerk unverzichtbar ist. Meister statt Master.

Foto: David Golinski

Portrait von Matthias Jehle, AfD-Kandidat für die Landtagswahl 2026, Wahlkreis Waldshut.