
Wie wollen Sie sicherstellen, dass die Energiewende handwerksgerecht und planbar erfolgt, technologieoffen, förderstabil und ohne kurzfristige Förderstopps?

Stefan Teufel (CDU)
Ohne starkes Handwerk keine erfolgreiche Energiewende! Ich setze mich für eine Stärkung des Handwerks durch bessere Ausbildung, finanzielle Anreize und Qualifizierung ein. Zentral sind verlässliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit sowie eine wettbewerbsfähige, sichere und bezahlbare Energieversorgung. Es braucht Technologieoffenheit statt ideologischer Vorgaben, schnellere Bauverwirklichung von Energieprojekten und mehr Markt- und Systemdienlichkeit beim Ausbau der Erneuerbaren. Die Kosteneffizienz des Gesamtsystems muss im Vordergrund stehen.
Foto: Valentin Balkau
Ali Zarabi (SPD)
Für die Energiewende richten wir einen Transformationsfonds in Höhe von mindestens 2,8 Milliarden Euro ein. Mit diesen Mitteln fördern wir zum Beispiel energetische Sanierungen sowie den Aufbau kommunaler Energienetze, um dauerhaft unabhängig von fossilen Energien zu werden. Ergänzend schaffen wir einen StaatsfondsBW, der sich an nachhaltigen Unternehmen beteiligt und so die Transformation aktiv unterstützt. Diese Maßnahmen sind nicht künstlich befristet, sondern stehen zur Verfügung, bis der Übergang zu einer klimafreundlichen, erneuerbaren Energie abgeschlossen ist.
Foto: Hannah Bichay


Arthur Eichin (Grüne)
Für Betriebe entscheidet Verlässlichkeit darüber, ob Investitionen in die Zukunft möglich sind. Ich setze mich für langfristige und berechenbare Rahmenbedingungen ein, die nicht ausbremsen, sondern ermöglichen. Dazu gehören mehrjährige Programme, frühe Zusagen und einfache digitale Verfahren. Effizienz und erneuerbare Wärme haben Vorrang, ergänzt durch den Ausbau von Netzen, Speichern und kommunaler Wärmeplanung. Begleitend braucht es dauerhaft gesicherte Beratung, damit Umsetzung im Betriebsalltag realistisch gelingt.
Foto: Dominik Butzmann
Daniel Karrais (FDP)
Ich will das Förderwesen des Landes vereinfachen, digitalisieren und entbürokratisieren. In der Folge soll es weniger Programme, aber dafür mit weiterem Anwendungszweck geben. Gerade für die Wärme- und Energiewende brauchen wir realistische Vorgaben im Erneuerbare-Wärme-Gesetz und im Klimaschutzgesetz. Zum Beispiel muss das Klimaziel des Landes an das Bundesziel von 2045 angepasst werden. Die PV-Pflicht lehnen wir ab, da der Ausbau ohnehin erfolgt. Die Handwerksausübung will ich durch Abschaffung von Bürokratie erleichtern und die (Meister-)Ausbildung stärken.
Foto: Ralph Graner Photodesign


Daniel Hettich (Die Linke)
Planbar bedeutet vor allem sicher finanziert. Schon zur Bundestagswahl waren wir die einzige Partei (überprüfbar und veröffentlicht), die den Staatshaushalt massiv entlastet hätte. Entsprechend sicher wäre die Energiewende bei uns als Einziges ausfinanziert. Handwerksfreundlich sind wir, weil wir die Vergabe für Aufträge im Kontext der Energiewende an soziale und regionale Kriterien koppeln, von denen kleine, regionale Handwerker*innen profitieren. Eine regionale Kreislaufwirtschaft stärkt zusätzlich Energiewende und Handwerk dauerhaft.
Foto: Manuela Dieterle
Emil Sänze (AfD)
Eine handwerksgerechte Energiewende gelingt nur mit Vernunft statt Ideologie. Die AfD setzt auf echte Technologieoffenheit, stabile und langfristige Förderbedingungen sowie realistische Fristen. Überhastete Verbote, Förderstopps und bürokratische Überforderung lehnen wir ab. Betriebe brauchen Planungssicherheit, freie Technikwahl und Rahmenbedingungen, die wirtschaftlich tragfähig sind – nicht politisch erzwungen.
Foto: privat
