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Design Thinking im Handwerk (DTM)
Was ist Design Thinking?
Design Thinking ist eine etablierte Methode, mit deren Hilfe man Probleme strukturiert und kreativ löst. Sie wird bereits in vielen Branchen erfolgreich angewandt: von Produktentwicklung und Dienstleistung über das Gesundheitswesen bis hin zur Bildung. Der Kunde steht dabei immer im Mittelpunkt. Im Kern geht es beim Design Thinking darum
- zu verstehen, was der Kunde wirklich braucht;
- Ideen zu sammeln, die auch über die Grenzen dessen hinausgehen, was in der eigenen Branche üblich ist;
- Modelle und Prototypen zu bauen;
- die Lösung so lange zu verbessern, bis sie passt und funktioniert.
Design Thinking im Handwerk
Jeden Tag reagieren Handwerker auf individuelle Situationen und Bedürfnisse, oft jenseits von Normen und Standards.
- Ein Elektroniker installiert nicht einfach eine Deckenlampe, sondern entwickelt ein stimmiges Beleuchtungskonzept für den gesamten Raum.
- Eine Heizungsbauerin stellt nicht nur eine Wärmepumpe in den Vorgarten, sondern integriert sie so, dass sie sich unauffällig in das Gesamtbild einfügt.
- Ein Schreiner liefert nicht bloß ein Möbelstück, sondern entwirft ein Unikat, das genau zu den räumlichen Gegebenheiten und den Vorstellungen der Kundschaft passt.
Design Thinking gibt diesem Arbeiten einen Namen und eine Struktur. Und genau diese Art zu denken und eine Methode an der Hand zu haben, die einem dabei hilft, über einen systematischen Prozess zu einer Lösung zu kommen, sollen schon Auszubildende im Handwerk durch eine Zusatzschulung lernen.