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Rainer Sturm / pixelio.de

Zuschüsse für energetische Sanierung gestiegen

Wer sein Haus energieeffizient saniert, profitiert von höheren Tilgungs- und Investitionszuschüssen der KfW

Die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Regelungen zur Erreichung der Klimaziele machen sich im neuen Jahr auch in der Förderlandschaft bemerkbar: Heizungsanlagen auf Basis fossiler Energieträger, wie zum Beispiel Öl- und Gas-Brennwertkessel, sind in den Zuschuss- und Darlehensprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ab sofort nicht mehr förderfähig. Bei anderen Maßnahmen in der energetischen Sanierung,  wie beispielsweise solche an der Gebäudehülle, profitieren Sanierungswillige von deutlich höheren Tilgungs- und Investitionszuschüssen sowie Kreditbeträgen.

Erhöhte Tilgungs- und Investitionszuschüsse bei der KfW ab 24.01.2020

Im Darlehensprogramm „Energieeffizient Sanieren“ (Programmnummer 151) der KfW steigt der maximale Kreditbetrag bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus pro Wohneinheit um 20.000 Euro auf 120.000 Euro. Darüber hinaus werden die Tilgungszuschüsse um jeweils 12,5 Prozent angehoben. Über das zinsvergünstigte Darlehen hinaus winken damit folgende Tilgungszuschüsse pro Wohneinheit:

KfW-Effizienzhaus 55: 40 Prozent Tilgungszuschuss, maximal 48.000 Euro
KfW-Effizienzhaus 70: 35 Prozent Tilgungszuschuss, maximal 42.000 Euro
KfW-Effizienzhaus 85: 30 Prozent Tilgungszuschuss, maximal 36.000 Euro
KfW-Effizienzhaus 100: 27,5 Prozent Tilgungszuschuss, maximal 33.000 Euro
KfW-Effizienzhaus 115: 25 Prozent Tilgungszuschuss, maximal 30.000 Euro
KfW-Effizienzhaus Denkmal: 25 Prozent Tilgungszuschuss, maximal 30.000 Euro.

Bei Einzelmaßnahmen bleibt der maximale Kreditbetrag bei 50.000 Euro pro Wohneinheit und der Tilgungszuschuss erhöht sich auf 20 Prozent, maximal 10.000 Euro pro Wohneinheit.

Wer als Sanierungswilliger kein Darlehen aufnehmen, sondern vorhandenes Kapital einsetzen will, kann das Zuschussprogramm „Energieeffizient Sanieren“ (Programmnummer 430) der KfW nutzen. Hier werden die Investitionszuschüsse für die Sanierung zum Effizienzhaus und für Einzelmaßnahmen um 10 Prozent angehoben und sind damit mit den Tilgungszuschüssen in der oben dargestellten Darlehensvariante (Programmnummer 151) identisch.

Auch wer ein KfW-Effizienzhaus neu bauen oder ein neu gebautes Effizienzhaus erwerben will, kann sich über verbesserte Förderbedingungen freuen. Im Darlehensprogramm „Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153) der KfW wird der maximale Kreditbetrag je Wohneinheit um 20.000 Euro auf 120.000 Euro angehoben und die Tilgungszuschüsse werden um jeweils 10 Prozent erhöht. Die Tilgungszuschüsse betragen damit pro Wohneinheit:

KfW-Effizienzhaus 40 Plus: 25 Prozent Tilgungszuschuss, maximal 30.000 Euro
KfW-Effizienzhaus 40: 20 Prozent Tilgungszuschuss, maximal 24.000 Euro
KfW-Effizienzhaus 55: 15 Prozent Tilgungszuschuss, maximal 18.000 Euro.

Die Antragstellung für KfW-Mittel erfolgt unverändert bei den Darlehensprogrammen über die Hausbank und beim Zuschussprogramm direkt über das Zuschussportal der KfW. Die Antragstellung muss vor Beginn des Vorhabens (= Beginn der Bauarbeiten vor Ort) erfolgen. In die Antragstellung muss ein zugelassener Energieberater eingebunden werden. Entsprechende Berater sind über die Plattform www.energie-effizienz-experten.de zu finden.

 

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Peter Schürmann

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