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Willkommen im Handwerk

Als attraktiver Arbeitgeber Fachkräfte gewinnen und sichern

Sie heißen nicht Audi, BMW oder Lufthansa, sondern Maler Müller, Meier GmbH oder Sanitär Schmidt. Dahinter können sich traditionsreiche und leistungsstarke Unternehmen verbergen. „Kenne ich nicht, interessiert mich nicht“, ist oft trotzdem die Reaktion von Schulabgängern und Fachkräften auf ihre Stellenangebote. Handwerksbetriebe haben es immer schwerer, Bewerber anzulocken und sich gegen den Sog der klangvollen Namen aus der Industrie zu behaupten.

Aber wie schafft man es, sich als kleines Unternehmen nicht nur bei Kunden, sondern auch bei Mitarbeitern einen guten Namen zu machen? Employer Branding heißt das Zauberwort, der Aufbau einer Arbeitgebermarke, durch die große Firmen schon seit Längerem den Nachschub an guten Leuten sichern und Mitarbeiter an sich binden. Profil zu zeigen, ist dabei ein Muss. Als erstes die Frage: Wen will ich ansprechen? Brauche ich neue Auszubildende oder erfahrene Fachkräfte? Oder geht es darum, die eigenen Leute dauerhaft zu halten? Ist die Zielgruppe dank Personalplanung ausfindig gemacht, sollte man ihre Vorlieben kennen. Die sind bei Jugendlichen nämlich andere als bei Fach- und Führungskräften.





Das Strategieprojekt „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“ des Baden-Württembergischen Handwerks und des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat sich ebenfalls des Themas Personal angenommen und wissenschaftliche Analysen angestellt. Ein zentrales Ergebnis war, dass zwei Drittel der im Handwerk ausgebildeten Personen im Laufe ihres Berufslebens das Handwerk verlassen. Gleichzeitig sahen die Betriebsinhaber das Thema "Fachkräfte finden und halten" als eines der drängendsten derzeitigen Probleme. Die aus den Ergebnissen entwickelte Personaloffensive unterstützt Betriebsinhaber und Führungskräfte rund um das Thema Fachkräfte finden, binden und führen.

         

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Erfolgreich Mitarbeiter finden, binden und halten:

Ganz wesentlich ist der Blick auf die eigenen Stärken und Schwächen. Die Attraktivität eines Arbeitgebers bemisst sich längst nicht nur am Gehalt, dazu gehören zum Beispiel auch die Chance auf Qualifizierung oder die Möglichkeit, selbstverantwortlich zu arbeiten. Wenn Sie sich ehrlich eingestehen, wie es für Ihre Mitarbeiter noch besser laufen könnte, ist schon viel gewonnen.

Auch das Betriebsklima kann darüber entscheiden, ob jemand nicht nur gerne zur Arbeit geht, sondern das auch lange in ein und demselben Betrieb tut. Wichtig sind auch das Image und die Dynamik eines Unternehmens. Eine Firma, die für gute Arbeit bekannt und offen für Neues ist, bietet Identifikationspotenziale. Für ein besseres Betriebsklima lassen sich auch sonst viele Ansatzpunkte finden: Vom Betriebsrestaurant bis zum Fahrtkostenzuschuss gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Mitarbeitern zu zeigen, dass sie der Firma etwas wert sind.

Und noch eines steht ganz oben in der Liste: gute Führung. Gefragt sind also die guten Chefs, die Leistungen anerkennen und auch mal loben. Üben Sie faire Kritik. Seien Sie Vorbild und motivieren Sie Ihre Mitarbeiter mit anspruchs- und sinnvollen Zielen. Regen Sie zur Selbständigkeit an und fördern Sie die persönlichen Stärken Ihrer Mitarbeiter.

Ebenso spielt das Arbeitsumfeld eine große Rolle für die Zufriedenheit im Job. Punkten könnten Betriebe durch flexible Arbeitszeitregelungen und Familienfreundlichkeit. Kommen Sie Ihren Mitarbeitern entgegen, etwa bei der Einsatzplanung. Nehmen Sie zum Beispiel Rücksicht auf die Kinderbetreuung. Ihre Belegschaft wird es Ihnen mit Loyalität danken.

Ältere Arbeitnehmer über 50 Jahre, Wiedereinsteigerinnen und Fachkräfte sowie Auszubildende aus dem Ausland bergen großes Potenzial. Unsere Experten unterstützen Sie dabei, geeignete Zielgruppen zu definieren, Kontaktwege zu ermitteln und Konzepte zu entwickeln.



Nützliche Werkzeuge

  • Auch unsere Fachkräftebörse unterstützt Sie bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern.

  • Infoplattform Personaloffensive Handwerk 2025 : Auf dieser Plattform, die im Rahmen der Landesinitiative Handwerk 2025 entstand, erhalten Betriebsinhaber und Führungskräfte Informationen und Umsetzungshilfen rund um das Thema Fachkräfte finden, binden und führen

  • Wie Sie ältere Mitarbeiter im Betrieb halten, zeigt Ihnen unser Leitfaden " Fachkräftestrategie 50+ im Handwerk "

  • Wie gut Sie auf den demografischen Wandel und den beginnenden Fachkräftemangel vorbereitet sind, können Sie mit Hilfe der Checkliste Fachkräftesicherung im Handwerk testen.
Gehrig Fabienne

Fabienne Gehrig

Wirtschaftsförderung und Unternehmensservice
Personalberatung

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