Was tun gegen eine mögliche Altersarmut?

Georg Hiltner: Altersvorsorge adé

Sparsamkeit galt lange Zeit nicht nur im Schwäbischen als Tugend. Auch im deutschen Mittelstand ist der Gedanke des guten Haus- und richtigen Maßhaltens tief verwurzelt. In konjunkturschwachen Zeiten hat diese Sparsamkeit so manche Insolvenz verhindert. Doch seit die Zinsen hinter die Kommastelle gerutscht und selbst die Sparkassen Negativzinsen längerfristig nicht mehr ausschließen, kann man sich fragen, ob diese sichere Strategie noch Sinn macht.

Man will und kann nicht tatenlos zusehen, wie die Rücklagen zusammenschmelzen und eine ganze Generation um ihre Absicherung gebracht wird. Aber was sind die Alternativen? Für die private Altersvorsorge reicht die Spannweite von der „Investition in Beton“ bis zu leicht risikobewerteten Anlageformen.

Jetzt plant die Bundesregierung die Reform der Betriebsrente. Die wird das grundsätzliche Zinsproblem auch nicht beseitigen können. Sollte der Zugang zur Betriebsrente jedoch vereinfacht werden, dann könnte dies eine stärkere Option für kleine Handwerksbetriebe werden. Im Sinne einer Verbundenheit zwischen dem Unternehmer und seiner Belegschaft, die nach einem harten Arbeitsleben vor der Altersarmut bewahrt werden sollte.

georg.hiltner@hwk-konstanz.de

13.05.2016

Hauptgeschäftsführer Georg Hiltner
Hauptgeschäftsführer Georg Hiltner