Technologietransfer im Handwerk

Schusssichere Fenster im Eichenholzrahmen, energieeffizientere Sandstrahlanlagen für metallische Kleinteile oder nachrüstbare Brennkammern für historische Öfen: Es gibt viele Bereiche, in denen neue Technologien ganz praktische Anwendung finden. Das Handwerk kann von wissenschaftlichen Erkenntnissen also nur profitieren. Neue Produktionsmethoden und kreative Ideen sind für jeden Betrieb Schlüsselfaktoren um sich langfristig im Wettbewerb zu behaupten.

Doch wie finden neue Technologien den Weg ins Handwerk? Damit Technologie erfolgreich auch im Handwerk eingesetzt werden kann, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Partner, wie zum Beispiel Hochschulen, notwendig.

Wenn Handwerk und Hochschule zusammenarbeiten treffen völlig unterschiedliche Herangehensweise aufeinander. Wie das gelingen kann, zeigen die Gewinner des jährlichen Seifriz-Preises. Unter dem Motto "Meister sucht Professor" werden erfolgreiche Technologietransfers zwischen Handwerksbetrieben und wissenschaftlichen Institutionen ausgezeichnet, sowohl in den Bereich der Produkt- und Verfahrensentwicklung als auch bei Dienstleistungen und Formen der betrieblichen Organisation.

Um die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Handwerk zu fördern hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) BISTECH entwickelt. Die Beratungs- und Informationsplattform für Technologietransfer im Handwerk soll Handwerksunternehmen unterstützen und über neue Technologien, betriebswirtschaftliche und kaufmännische Inhalte informieren.

Ein sogenanntes Cluster ist eine Art Netzwerk zwischen Unternehmern sowie verschiedensten Organisationen und Forschungseinrichtungen einer Branche. Es bietet Chancen und sorgt für neue Ideen, Innovationen und Wachstumspotential im gemeinsamen Tätigkeitsfeld.

Der Begriff aus dem Englischen heißt übersetzt so viel wie Anhäufung oder Gruppe. Clusterinitiativen bieten zum Beispiel Kontaktvermittlung, Beratung, Informationen, aber auch einen Kompetenzpool mit erleichtertem Zugang zu zusätzlichen Ressourcen, neuen Märkten und Kunden sowie die Möglichkeit der gemeinsamen Vermarkung.

Gerade im Bezirk der Handwerkskammer Konstanz, aber auch in den angrenzenden Kammerbezirken, setzen Unternehmen auf solche Branchen-Netzwerke. Zwischen Schwarzwald, Hochrhein und Bodensee gibt es eine Reihe von Clustern und Netzwerken, die gerade auch für Handwerksbetriebe interessant sein können:

Medizintechnik:Medical Mountains AG
Nanotechnologie:Nano-Zentrum Euregio Bodensee e. V.
Holz:Cluster Forst und Holz
Life Sience/Biotechnologie:BioLAGO e.V.
IT, Webtechnologie und digitale Medien:cyberLAGO e.V.
Innovation allgemein:Innovationsnetzwerk Schwarzwald-Baar-Heuberg e. V.

Weitere Informationen und einen Überblick über alle Cluster in Baden-Württemberg sind auf dem Cluster-Portal des Landes zu finden.

Sie haben eine Idee und suchen Kontakte zu Hochschulen oder brauchen Hilfe bei der weiteren Umsetzung? Umwelt- und Tchnologieberater Peter Schürmann vermittelt gerne und beantwortet alle Fragen rund um die Themen Technolgoietransfer und Cluster.

schuermann p.

Peter Schürmann

Wirtschaftsförderung und Unternehmensservice
Beratung Umweltschutz

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