Sie haben es geschafft: Die Meisterschüler Christoph Ziegler aus Vöhringen (li.) und Eliano Rothfuss aus Pfalzgrafenweiler haben den praktischen Teil der Meisterprüfung hinter sich. Gemeinsam mit ihrem Lehrmeister Filippo Campagna (rechts) haben sie sich sieben Monate lang auf die Meisterprüfung vorbereitet.
Handwerkskammer Konstanz
Sie haben es geschafft: Die Meisterschüler Christoph Ziegler aus Vöhringen (li.) und Eliano Rothfuss aus Pfalzgrafenweiler haben den praktischen Teil der Meisterprüfung hinter sich. Gemeinsam mit ihrem Lehrmeister Filippo Campagna (rechts) haben sie sich sieben Monate lang auf die Meisterprüfung vorbereitet.

Praktisches Finale für Meisterschüler

Angehende Zimmermeister absolvieren praktische Prüfung an der Bildungsakademie Rottweil

In den vergangenen sieben Monaten hatten sie sich das Rüstzeug für den Zimmermeister angeeignet – jetzt mussten sie ihr neu erworbenes Fachwissen unter Beweis stellen: 24 angehende Meister haben am Montag ihre praktische Prüfung an der Bildungsakademie Rottweil bestritten.

Die so genannte Situationsaufgabe sah vor, binnen sechs Stunden ein Teil eines komplexen Dachstuhls zu zimmern. „Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Aufriss des Dachstuhls, den die Meisterschüler erst auf Papier bringen und später am Holz anzeichnen mussten“, erläuterte Zimmerlehrmeister Filippo Campagna. Obwohl der Zusammenbau der Hölzer, das Schiften, freiwillig war, bauten alle Meisterschüler ihre kleinen Dachstühle anschließend auf. „Da zeigt sich dann recht schnell, ob ein Aufriss gut oder schlecht gelungen ist“, sagte Filippo Campagna. Der Lehrmeister hat schon über 400 Zimmergesellen durch die Meisterprüfung begleitet und freut sich immer wieder, sein Wissen an die jungen Handwerker weitergeben zu können. „Kein Meisterkurs gleicht dem anderen“, sagte er. „Man lernt auch selbst immer wieder dazu.“

 

Fachgespräch bildet Abschluss der Zimmermeisterprüfung

Am Freitag folgt der letzte Teil der praktischen Prüfung. Dann müssen die Zimmerer ihr Meister-Prüfungsprojekt in einem Fachgespräch mit der Prüfungskommission verteidigen. In diesem Jahr handelt es sich um einen Anbau an ein bestehendes Gebäude, für das die Meisterschüler ein umfassendes Konzept angefertigt haben. Ob tatsächlich alle 24 Meisterschüler am Ende auch ihren Meisterbrief erhalten, wird nach dem Fachgespräch bekannt gegeben.

„Die Situationsaufgabe ist ganz gut gelaufen, deswegen gehe ich mit gut gutem Selbstvertrauen und Mut ins Fachgespräch“, sagte Lukas Bantle aus Oberndorf. Der 21-Jährige ist Zimmerer aus Leidenschaft – genau wie sein Vater. Dadurch habe er schon im Alter von zehn Jahren auf Dächern gearbeitet. „Der Beruf des Zimmerers hat mich schon immer begeistert“, sagte er. „Man arbeitet an der frischen Luft und in der Sonne. Andere gehen zum Bräunen ins Freibad, bei uns ist das Teil des Berufs.“

 

Zimmermeisterkurs in Rottweil hat guten Ruf

Traumberuf Zimmerer – das gilt auch für Sven Voigtländer. Der 30-jährige Meisterschüler kommt aus der Nähe von Düsseldorf und ist für den Meisterkurs eigens nach Rottweil gezogen. „Die Inhalte, die hier im Meisterkurs behandelt werden, findet man nicht überall“, sagte er.

Auch Patrick Pfaff aus Vöhrenbach ist mit dem Meisterkurs an der Bildungsakademie Rottweil sehr zufrieden. „Die Dozenten haben immer ein offenes Ohr und helfen bei allen Problemen“, so Patrick Pfaff. „Der große Vorteil gegenüber staatlichen Meisterschulen ist, dass hier nach Feierabend nicht automatisch Feierabend ist, sondern die Dozenten auch danach noch erreichbar sind und individuell auf alle Meisterschüler eingehen.“

Filippo Campagna

Bildungsakademie Rottweil
Ausbildung Zimmerer / Kursorganisation

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78628 Rottweil
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