Schreinertag 2019
Handwerkskammer Konstanz
Faszinierende Meisterstücke gab es bei der Ausstellung "Besser.Meister" in der Stoll-Vita-Stiftung in Waldshut zu betrachten. Hier im Bild: Handwerkskammerpräsident Gotthard Reiner (links) bestaunt das Meisterstück von Lena Zawodnik (rechts).

Mit Hand, Herz und Verstand

Neue Schreinermeister und -gesellen zeigen ihr Können

Handwerk zum Bewundern und Besitzen: Der Schreinernachwuchs und die neuen Schreinermeister des Prüfungsjahrgangs 2019 zeigten ihr Können und präsentierten in verschiedenen Ausstellungen Holz in Bestform.

Gesellinnen schneiden besonders gut ab

In der Bildungsakademie Waldshut stellten 21 frischgebackene Schreinerinnen und Schreiner ihre nach eigenen Entwürfen angefertigte Gesellenstücke aus. Besonders gut schnitten drei Frauen ab: Innungssiegerin wurde Lena Fehrenbacher aus Nöggenschwiel, den zweien Platz belegte Antonia Birn aus Laufenburg, auf den dritten Rang kam Livia Hurter aus Lottstetten.

Auch bei der Tuttlinger Schreinerinnung kam der weibliche Nachwuchs groß raus: Als Innungssiegerin ging Marlene Mumper, ausgebildet bei der Schreinerei Martin Suske in Emmingen-Liptingen, hervor, während Solvei Grathwohl, ausgebildet bei der Schreinerei Riess in Tuttlingen, den ersten Platz im Sonderwettbewerb für Formgebung belegte. Bestanden haben aber auch alle anderen Auszubildenden und konnten im Landratsamt Tuttlingen stolz ihre Gesellenstücke präsentierten.

Mit edlen Hölzern und ausgefallenen Ideen überzeugten auch die 23 Nachwuchskräfte der Konstanzer Innung und verwandelten die Halle des Radolfzeller Berufsschulzentrums in ein Möbelhaus der besonderen Art: Vom schlichten Schreibtisch bis zur altarartigen Espressobar zeigte sich hier die große Bandbreite handwerklichen Designs. Bei der Prüfung schnitt Benedict Sauter  aus Singen am besten ab, gefolgt von Anes Benabdallah aus Radolfzell und Paulina Staudenmaier aus Gaienhofen.

Über einen „tollen Jahrgang“ freute sich nicht nur der Radolfzeller Schulleiter Norbert Opferkrug: Auch die Obermeister und Ehrengäste in Waldshut und Tuttlingen würdigten die Qualität der gezeigten Arbeiten.

Das schönste Kompliment aber kam aus den eigenen Reihen: „Ihr seid nicht nur der Hammer, ihr seid ein ganzer Werkzeugkasten“, lobte Tamara Kunz, frisch gekürte Innungssiegerin der Rottweiler Schreinerinnung, ihre Kolleginnen und Kollegen bei der Präsentation der Gesellenstücke in den Räumen der Holzmanufaktur Rottweil.

Ein Leben lang Meister werden

Dass mit dem Bestehen der Ausbildung vielfältige Karrierechancen auf die Gesellinnen und Gesellen warten, zeigten derweil die Meisterschüler der Bildungsakademie Waldshut: Beim traditionellen Schreinertag Mitte Juli erhielten neun Absolventen ihre Meisterprüfungszeugnisse.

Gotthard Reiner, Präsident der Handwerkskammer Konstanz, verabschiedete die Jungmeister und versprach den Beginn ein neues berufliches Kapitel: „Wir und die vielen Unternehmen der Region brauchen Sie, Ihre handwerkliche Kompetenz, Ihr gestalterisches Können und technisches Know-how.“

Prüfungsbester wurde Patrick Harter aus Ühlingen-Birkendorf, dessen Meisterstück zusammen mit den anderen Exponaten in der Stoll-Vita-Stiftung in Waldshut bewundert werden konnte.

Dass die Zeit des Lernens auch mit der Meisterprüfung nicht zu Ende ist, betonte Lehrmeister Alexander Ilg: „Echte Meisterschaft heißt nicht nur, den Meisterbrief in den Händen zu halten. Ein Meister zu sein, bedeutet viel mehr. Meisterlich ist, sich ständig fachlich und menschlich weiterzuentwickeln. Meisterlich heißt, mit Hand, Herz und Verstand zu arbeiten. Meisterlich ist es, im Netzwerk mit anderen Gewerken zu arbeiten.“

Ab November kann sich nun der nächste Jahrgang dieser Aufgabe stellen: Dann beginnt an der Bildungsakademie Waldshut der nächste Meisterkurs.

Information und Anmeldung zum Schreinermeisterkurs unter www.bildungsakademie.de oder bei Stefanie Ende .

ende

Stefanie Ende

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