Wollen das digitale Lernen auch in der Meisterausbildung auf den Weg bringen: Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) bei der Übergabe des Förderbescheides an Karin Marxer, Leiterin der Bildungsakademie Singen, und Jürgen Wagenmann vom Steinbeis-Transfer-Institut, der das Projekt wissenschaftlich begleitet
Handwerkskammer Region Stuttgart
Wollen das digitale Lernen auch in der Meisterausbildung auf den Weg bringen: Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) bei der Übergabe des Förderbescheides an Karin Marxer, Leiterin der Bildungsakademie Singen, und Jürgen Wagenmann vom Steinbeis-Transfer-Institut, der das Projekt wissenschaftlich begleitet

Lernen 4.0 im Handwerk

Handwerkskammer Konstanz erhält 254.000 Euro für Pilotprojekt zur Digitalisierung der Meisterausbildung

Auch die Zukunft der beruflichen Bildung ist digital – und bei der Entwicklung entsprechender Angebote gehört die Handwerkskammer Konstanz mit ihren Bildungsakademien in Singen, Rottweil und Waldshut zu den landesweiten Vorreitern. Ein Pilotprojekt für digitale Lernangebote in der Meistervorbereitung wird jetzt vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg mit 254.000 Euro gefördert.

Damit sich angehende Meisterinnen und Meister im Zimmerer-, Installateur- und Heizungsbauer-, Elektrotechniker-, Feinwerkmechaniker-, Schreiner- sowie Maler- und Lackiererhandwerk zeitgemäß und flexibel auf die Prüfung vorbereiten können, will die Kammer digitale Formate entwickeln, die speziell an die jeweiligen Lehrinhalte angepasst sind, beispielsweise in Form von Lernvideosequenzen. Projektbestandteil ist außerdem der Aufbau von digitalen Lern- und Kommunikationsplattformen, die auch als Basis für die Digitalisierung weiterer Weiterbildungsmaßnahmen dienen sollen. Die Handwerkskammer Region Stuttgart erhielt für ein zweites Projekt ebenfalls eine Förderung.

Der Vorteil digitaler Angebote für die angehenden Meister: Die Präsenzphasen der Meisterausbildung sollen möglichst optimal mit dem zeitlich unabhängigen digitalen Selbstlernen verzahnt werden. Die Lernenden können sich damit zeitlich und örtlich flexibler auf die Meisterprüfung vorbereiten. Außerdem sensibilisiert der Ansatz sie für die digitalen Arbeits- und Geschäftsprozesse der Zukunft.

„Hier verschmilzt die Meistertradition mit der digitalen Zukunft“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Übergabe des Förderbescheides an Bildungsakademie-Leiterin Karin Marxer letzte Woche in Stuttgart. Die Projekte sieht das Wirtschaftsministerium als zukunftsweisend für den Einsatz von digitalen Medien in Bildungseinrichtungen des Handwerks an. Die Erfahrungen aus Konstanz und Stuttgart sollen als Handlungsempfehlungen und Best-Practice-Skript allen handwerklichen Bildungsstätten in Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt werden.