Gruppenfoto der Gas- und Wasserinstallateurmeister des Prüfungsjahrgangs 1980
Handwerkskammer Konstanz
Klassentreffen der besonderen Art: Für die Gas- und Wasserinstallateurmeister des Prüfungsjahrgangs 1980 gab es in diesem Jahr den Goldenen Meisterbrief, überreicht von Handwerkskammerpräsident Werner Rottler am Konstanzer Webersteig.

Lebenswege und Lebenswerke

Meisterklasse der Gas-Wasserinstallateure von 1980 geehrt

Ergraut sind sie mittlerweile alle, aber müde noch lange nicht. Und noch etwas verbindet die Meister im Gas- und Wasserinstallationshandwerk, die sich im September in der Handwerkskammer Konstanz trafen: Sie alle haben vor 40 Jahren gemeinsam in der Konstanzer Gewerbeakademie die Schulbank gedrückt und die Meisterprüfung erfolgreich absolviert. Für ihr Lebenswerk erhielten die Männer im Rahmen ihres 40. Klassentreffens nun den Goldenen Meisterbrief aus den Händen von Handwerkskammerpräsident Werner Rottler.

„Damals haben Sie ihren Lohn noch in D-Mark erhalten, Deutschland war geteilt und im Winter lag viel Schnee. Seit ihrer Meisterprüfung 1980 ist viel passiert,“ begann Rottler seine Ansprache und spielte dabei auch auf die technischen Neurungen an, die den Beruf massiv verändert hätten.

Während sich die einen in stürmischen Zeiten um die Weiterentwicklung des Familienbetriebs kümmerten, zogen andere in die weite Welt hinaus. So auch Roland Ketterer aus Pfohren, der neben der Leitung des Betriebs ein Entwicklungsprojekt in Tansania startete. Unterstützt durch den Verein ELIMU, dem auch die Klassenkameraden angehören, baute er dort Brunnen für frisches Trinkwasser und veranlasste zudem den Bau einer Berufsschule, in der die SHK-Experten von morgen ausgebildet werden können.

Viel herumgekommen ist auch Gérard Arnold, der als französischer Muttersprachler im Vertrieb eines großen Unternehmens unter anderem in Kanada tätig war. Sein Ex-Mitschüler Robert Oberföll aus Brigachtal arbeitete in Saudi-Arabien, China und in den arabischen Emiraten als internationaler Verkaufsleiter. „Man sieht anhand dieser verkürzt dargestellten Lebensläufe, wie vielschichtig die Wege im Handwerk sein können. Jeder von Ihnen kann stolz auf sein Lebenswerk sein“, beglückwünschte Rottler die Meister, die sich auch in den nächsten Jahren wieder zum traditionellen Klassentreffen verabreden werden.