Kosten für Energiewende gerecht verteilen

Gotthard Reiner zur EEG-Umlage

Seit Jahren schon fordert das Handwerk eine gerechtere Verteilung der Kosten für die Energiewende, die derzeit maßgeblich von Privathaushalten sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen getragen werden, während energieintensive, im internationalen Wettbewerb stehende Großunternehmen befreit sind. „Wir können nicht jedes Jahr die EEG-Umlage erhöhen und dabei einige aussparen. Das Handwerk steht hinter der Energiewende, aber die Kosten müssen gerecht auf alle Schultern verteilt werden. Mittelständische Unternehmen und Privathaushalte müssen entlastet werden“, fordert Gotthard Reiner, Präsident der Handwerkskammer Konstanz.

Denkbar wäre beispielsweiseweise eine Finanzierung der Energiewende aus Steuermitteln. Das ist ein wesentlicher Punkt, den der Zentralverband des deutschen Handwerks in seiner neuen Energiewende-Agenda des Handwerks aufgenommen hat. Die Umstellung auf eine Haushaltsfinanzierung solle aber auf keinen Fall  zu einer Mehrbelastung der Verbraucher und Unternehmen durch neue Steuern, Abgaben und Umlagen führen. Wesentlich sei auch, bei weiteren Planungen für einen verlässlichen Fahrplan zu sorgen, so die Maßgabe.

gotthard.reiner@hwk-konstanz.de

Handwerkskammerpräsident Gotthard Reiner
Handwerkskammerpräsident Gotthard Reiner