Integration könnte starten

Georg Hiltner: Wir wären soweit

Das neue Jahr ist gerade erst fünf Wochen alt. Es kann also noch alles daraus werden. Zum Beispiel ein weiteres Jahr der Flüchtlingskrise. Oder eben ein Jahr der Bewältigung der Krise. Was das Handwerk betrifft, könnte es letzteres sein. Denn die Betriebe stehen in den Startlöchern. Viele wollen Flüchtlingen Chancen bieten. Auch die Handwerkskammer hat innerhalb kurzer Zeit Strukturen geschaffen, um ihnen dabei helfen zu können. Und nun? Nun warten wir, dass auch die anderen Beteiligten in die Gänge kommen.

Denn die Vermittlung geeigneter Bewerber läuft schleppend. Nur vereinzelt kommen Vorschläge zu Leuten, die grundlegende Sprachkenntnisse, eine gute Bleibeperspektive und die notwendige Lust aufs Handwerk mitbringen – Voraussetzungen für eine schnelle Integration. Das liegt sicher nicht daran, dass von den vielen tausend Menschen, die in der Region Zuflucht suchen, niemand diese Voraussetzungen erfüllt. Es liegt vor allem daran, dass die Kompetenzerfassung noch nicht rundläuft und damit auch das Matching nicht klappt. Da gibt es Verbesserungsbedarf – und zwar möglichst schnell. Denn gerade mit langfristigen Projekten sollte man doch so schnell wie möglich loslegen. Sonst bleibt am Ende nur die gute Absicht.

georg.hiltner@hwk-konstanz.de

05.02.2016



Hauptgeschäftsführer Georg Hiltner
Hauptgeschäftsführer Georg Hiltner