Neue Geschäftsfelder im Fokus: Jan Benz, Beauftragter für Innovation und Technologie bei der Handwerkskammer Konstanz, testet gemeinsam mit Handwerksbetrieben Methoden zur Geschäftsmodellentwicklung.
Handwerkskammer Konstanz

Ideenschmiede für digitale Geschäftsmodelle

Im TREND-Workshop entwickeln Betriebe kreative Innovationen für ihr Produktportfolio

Um die Ecke denken, andere Perspektiven einnehmen und neue Ideen entwickeln – wer auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben möchte, sollte sein Angebot kontinuierlich weiterentwickeln. Wie das funktioniert, haben Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Konstanz im TREND-Workshop gelernt. Mit dem Workshop, dessen Name sich ableitet von „Transfer einer nachhaltigen Digitalisierungslösung“, nimmt die Handwerkskammer Konstanz, gemeinsam mit den Kammern Stuttgart und Ulm, eine Vorreiterrolle in der strategischen Betriebsberatung ein.

Vorreiterrolle in Baden-Württemberg

„In den Workshops testen wir gemeinsam mit Handwerksbetrieben Methoden zur Innovation von digitalen Geschäftsmodellen“, sagt Projektleiterin Anna Sakowski von der Beratungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand (BWHM). Das Vorgehen sei für beide Seiten profitabel: Einerseits erhalten die Betriebe professionelle Unterstützung bei der Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells, andererseits erfährt das Projektteam, wie das Konzept für Handwerksbetriebe weiter optimiert werden kann.

In der Bildungsakademie Singen hat Anna Sakowski den Workshop zusammen mit Jan Benz, Beauftragter für Innovation und Technologie bei der Handwerkskammer Konstanz, organisiert. „Wir haben den Betrieben verschiedene Methoden zur Entwicklung von Geschäftsmodellen nähergebracht“, erläutert Jan Benz. „Im Fokus stand dabei, wie ich mein Produkt oder meinen Service mit digitalen Hilfsmitteln noch attraktiver für meine Zielgruppe gestalten kann“, so Benz.



Abheben von der Konkurrenz

Ein spannendes Beispiel hierfür sei die Sensorik. Wer Sensoren in seine Produkte integriere, die etwa auf Umwelteinflüsse reagieren, könne einen passgenauen Wartungsservice anbieten und sich damit von der Konkurrenz abheben, betont der Technologieberater. Gleichzeit kann ein Handwerksbetrieb durch die automatisierte Taktung der Wartungen weit im Voraus planen und seine Effizienz steigern.

„Um auf neue Ideen zu kommen, ist es wichtig, ‚out of the box´ zu denken“, sagt Jan Benz. Hierbei habe sich ausgezahlt, dass beim TREND-Workshop Betriebsinhaber aus unterschiedlichen Gewerken teilgenommen hätten. So konnten sich die Teilnehmer untereinander austauschen und dank der völlig unterschiedlichen Perspektiven innovative Ideen entwickeln.

Über den Tellerrand schauen

„Mit dem Workshop möchten wir unsere Betriebe dabei unterstützen, über den Tellerrand hinauszuschauen und neue Potenziale zu identifizieren“, erläutert Jan Benz. Die neu entwickelten Ideen werden im Rahmen von Anschlussworkshops, die im Herbst stattfinden, weiter konkretisiert und umgesetzt.

Landesweit fließen alle Erfahrungswerte aus den TREND-Workshops in die künftige Weiterbildung der technischen und betriebswirtschaftlichen Berater. „Wir möchten einen Werkzeugkasten für die Berater aller Handwerkskammern in Baden-Württemberg aufsetzen“, sagt Anna Sakowski. Außerdem sollen Berater ab 2020 regelmäßig in Methoden der Geschäftsmodellentwicklung geschult werden. Gefördert wird das TREND-Projekt vom Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau.



Betriebe, die sich für eine Teilnahme am nächsten TREND-Workshop interessieren, können sich mit Jan Benz, Beauftragter für Innovation und Technologie bei der Handwerkskammer Konstanz, in Verbindung setzen.

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Jan Benz

Wirtschaftsförderung und Unternehmensservice
Beauftragter für Innovation und Technologie

Webersteig 3
78462 Konstanz