Gerüstbau
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Hoch oben und gut abgesichert: So lief die Konjunktur im vergangenen Jahr im gesamten Bau- und Ausbaugewerbe.

Handwerk weiter obenauf

Betriebe zwischen Bodensee, Hochrhein und Schwarzwald-Baar-Heuberg schließen das Jahr 2018 positiv ab

Die außenwirtschaftliche Entwicklung im Exportland Deutschland zeigt erste Bremspuren. Dahingegen hat die Handwerkskonjunktur in der Region zum Ende des vergangenen Jahres noch einmal richtig Fahrt aufgenommen.

Personal und Investitionen geplant

„Vom milden Herbst hat das Bauhandwerk stark profitiert, entsprechend positiv sind die Auftragsreichweiten. Es wird nach wie vor fleißig saniert und modernisiert“, berichtet Kammerpräsident Gotthard Reiner. Er geht allerdings davon aus, dass das Wachstum sich deutlich verlangsamen werde. Reiner: „Jedes fünfte Unternehmen hat in den letzten Wochen über seine Kapazitätsgrenzen hinaus gearbeitet. Das geht beim derzeitigen Fachkräfteengpass nur eine begrenzte Zeit lang durch Überstunden.“

Von den befragten Betrieben planen immerhin 15,7 Prozent und damit deutlich mehr als im Vorjahr (4,6 Prozent), neue Mitarbeiter einzustellen. Rund jeder fünfte Betrieb will außerdem noch mehr in Ausstattung und Maschinen investieren. Kein Wunder – geht doch der Großteil der befragten Handwerksbetriebe in der Region zwischen Bodensee, Hochrhein und Schwarzwald-Baar-Heuberg davon aus, dass sich die Geschäftslage auch im kommenden Quartal so gut wie bisher entwickeln wird (64,2 Prozent). Jeder Vierte geht von einem Auftragsplus aus.

Umsatzerwartungen stabil

Fast die Hälfte der Befragten (45,8 Prozent) meldete ein Umsatzplus für die letzten Wochen, jeder zehnte ein Umsatzminus (10,2 Prozent). Für die kommenden Monate allerdings bleiben die Betriebe etwas vorsichtiger. „Die meisten erwarten keine größeren Umsatzsteigerungen, da bei vielen keine weiteren Kapazitäten mehr frei sind,“ so der Handwerkskammerpräsident. Sorgen bereiten den Betrieben die steigenden Einkaufspreise, die nur bedingt an den Kunden weitergegeben werden können.

Gesundheitsgewerke im Aufwind

Konjunkturelle Hochstimmung wie in den vorangegangenen Jahren herrschte auch 2018 beim Bauhaupt- und Ausbaugewerbe. Platz drei im Branchenvergleich erzielten die Betriebe des gewerblichen Bedarfs. Einen wahren Höhenflug erlebte im vierten Quartal 2018 die Gesundheitsbranche: Hier katapultierte sich der Konjunkturindex von plus 13,4 Punkten im Vorjahr auf einen Wert von plus 53,8 Punkte. In die andere Richtung verlief dagegen die Entwicklung beim Kfz-Gewerbe, bei dem sich die Stimmung spürbar eintrübte.

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Petra Schlitt-Kuhnt

Kommunikation und Marketing
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