Die Bildungspartnerschaft zwischen dem Malerbetrieb Heinrich Schmid in Singen und der Johann-Peter-Hebel-Schule ist beschlossene Sache. Vor der neu gestrichenen Wand des Schulflurs der Johann-Peter-Hebel-Schule präsentieren Recruiter Marcel Kratzer, Niederlassungsleiter Andreas Mohr (beide vom Malerbetrieb Heinrich Schmid), Rektorin Daniela Wetz, Lehrerin Michaela Benz-Riede, Sieglinde Tomansky von der Stadt Singen und Raimund Kegel, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz (von links) die Urkunden.
Handwerkskammer Konstanz
Die Bildungspartnerschaft zwischen dem Malerbetrieb Heinrich Schmid in Singen und der Johann-Peter-Hebel-Schule ist beschlossene Sache. Vor der neu gestrichenen Wand des Schulflurs der Johann-Peter-Hebel-Schule präsentieren Recruiter Marcel Kratzer, Niederlassungsleiter Andreas Mohr (beide vom Malerbetrieb Heinrich Schmid), Rektorin Daniela Wetz, Lehrerin Michaela Benz-Riede, Sieglinde Tomansky von der Stadt Singen und Raimund Kegel, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz (von links) die Urkunden.

Handwerk auf dem Stundenplan

Firma Heinrich Schmid schließt Bildungspartnerschaft mit Johann-Peter-Hebel-Schule ab

„Einfach machen“ lautet das Motto der Imagekampagne des Handwerks – und ganz in diesem Sinn wirbt der Malerbetrieb Heinrich Schmid um seine Fachkräfte von morgen. „Handwerk muss man erleben“, ist Marcel Kratzer überzeugt. Deswegen liegt der Fokus des Personalbeauftragten auf Bildungspartnerschaften mit Schulen. „Gut 80 Prozent unserer Ausbildungsplätze besetzen wir mittlerweile über Kontakte, die durch die Bildungspartnerschaften zustande gekommen sind.“

Anlass für die Zusammenarbeit mit der Johann-Peter-Hebelschule war ein Vortrag, den Andreas Mohr, Niederlassungsleiter von Heinrich Schmid in Singen, dort im Unterricht gehalten hatte. Dabei stellte er Schülern der achten und neunten Klasse sein Unternehmen und mögliche Ausbildungsberufe vor. Lehrer, Handwerksunternehmer und Schüler waren sich auf Anhieb sympathisch und so war für alle Beteiligten schnell klar: Die Zusammenarbeit soll intensiviert werden.

Bildungspartnerschaften sind wichtig

„Bildungspartnerschaften sind sehr wichtig für uns“, sagt Daniela Wetz, Rektorin der Schule. „Denn nur die wenigsten Schüler wissen, welchen Beruf sie nach ihrem Abschluss ergreifen wollen.“ Im Rahmen einer Bildungspartnerschaft könnten sie ihr Talent für einen Beruf ganz praktisch ausprobieren – ob in einem Projekt in der Schule oder in einem Praktikum. Der Malerbetrieb Heinrich Schmid bietet hierfür verschiedene Möglichkeiten an: So werden Schüler, Lehrer und Betrieb einzelne Projekte umsetzen, um die Schule zu verschönern. Den Anfang machte eine große Streichaktion, bei der Schüler das Logo der Schule großflächig auf die Wand des Eingangsbereichs gemalt haben. Außerdem stellt der Malerbetrieb für jedes Schulpraktikum feste Praktikumsplätze zur Verfügung und lädt Schüler und Lehrer bei Interesse zu Betriebsbesichtigungen ein.

Raimund Kegel, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz, freut sich über die neue Bildungspartnerschaft: „Die Kooperation ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: Der Betrieb kann durch sein Engagement konkretes Interesse an seinen Ausbildungsberufen wecken und die Schüler erfahren, was einen bestimmten Beruf tatsächlich ausmacht. So streicht der Maler nämlich nicht nur Wände, sondern ist auch Experte für Wärme- und Dämmschutz.“ Gleichzeitig erlebten die Schüler, was es bedeutet, Teil eines Teams zu sein und etwas mit den eigenen Händen zu schaffen. „Diese Erfahrungen stärken das Selbstbewusstsein enorm“, betont Kegel. Derzeit begleiten die Ausbildungsexperten der Handwerkskammer Konstanz 15 Bildungspartnerschaften im Kammergebiet.

Betrieben, die angesichts des Fachkräftemangels ebenfalls aktiv werden möchten, rät Marcel Kratzer, mit kleinen Schritten zu beginnen. „Wichtig ist, den direkten Kontakt zu Schulen in der Umgebung zu suchen“, sagt er. Anschließend könne gemeinsam mit der Schulleitung ausgelotet werden, in welchem Rahmen Praktika oder Projekte für bestimmte Schulfächer angeboten werden können.

Gewiss koste diese Kontaktaufnahme Zeit und Geld, allerdings stelle sie eine Investition dar, die – zumindest für den Malerbetrieb Heinrich Schmid – unumgänglich sei: „Wir wollen noch weiter wachsen, das gibt der Markt gerade her – da können wir es uns schlichtweg nicht leisten, in Sachen Nachwuchswerbung nicht aktiv zu werden“, sagt Kratzer.