Sie sind VORAUS gegangen und hundert weitere Ausbildungsbetriebe folgten: Handwerkskammerpräsident Gotthard Reiner (links) und Hauptgeschäftsführer Georg Hiltner (rechts) mit Vertretern der Pilotbetriebe bei der VORAUS-Zertifikatsverleihung in der Bildungsakademie Singen. Zu den Vorreitern gehörten (v.l.) Uwe Kitzlinger, Kitzlinger Haus GmbH & Co. KG in Sulz, Ulrike Sauter-Steidle, Sauter GmbH in Singen, Dirk Gläschig, Gläschig GmbH & Co. KG in Villingen-Schwenningen, Volker Schlesiger, Gebrüder Bantle GmbH & Co. KG in Bösingen, Eric Stadelhofer, Bäckerei Stadelhofer in Singen und Franz Götte, Firma Götte Feinwerkmechanik in Dachsberg.
Oliver Hanser
Sie sind VORAUS gegangen und hundert weitere Ausbildungsbetriebe folgten: Handwerkskammerpräsident Gotthard Reiner (links) und Hauptgeschäftsführer Georg Hiltner (rechts) mit Vertretern der Pilotbetriebe bei der VORAUS-Zertifikatsverleihung in der Bildungsakademie Singen. Zu den Vorreitern gehörten (v.l.) Uwe Kitzlinger, Kitzlinger Haus GmbH & Co. KG in Sulz, Ulrike Sauter-Steidle, Sauter GmbH in Singen, Dirk Gläschig, Gläschig GmbH & Co. KG in Villingen-Schwenningen, Volker Schlesiger, Gebrüder Bantle GmbH & Co. KG in Bösingen, Eric Stadelhofer, Bäckerei Stadelhofer in Singen und Franz Götte, Firma Götte Feinwerkmechanik in Dachsberg.

Ein Plus in der Ausbildung zahlt sich aus

Zertifizierte Ausbildungsbetriebe im Handwerk haben zufriedenere Auszubildende und finden aktuell leichter Bewerber

Zu diesem Ergebnis kommt die Handwerkskammer Konstanz, die seit 2017 das Ausbildungszertifikat VORAUS an besonders vorbildlich ausbildende Handwerksunternehmen verleiht.

„Der Betrieb hat ein hohes Interesse daran, den Fachkräftenachwuchs zu mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu führen und nachhaltig an sich zu binden. Das wird vor allem erreicht, wenn Auszubildende in größere Projekte eingebunden werden und abwechslungsreiche Aufgaben erhalten. Und natürlich spielt die Art der Betreuung und Begleitung durch den Ausbilder eine große Rolle für den gemeinsamen Erfolg,“ sagt Gotthard Reiner, Präsident der Handwerkskammer Konstanz.

Die Kammer hat daher bereits im letzten Jahr Anreize für Betriebe geschaffen, ihre Pluspunkte in der Ausbildung durch das Ausbildungszertifikat VORAUS auszeichnen zu lassen. Das zahlt sich aus, wie Stichproben des aktuellen Zertifizierungsverfahren zeigen. Im Verfahren werden nicht nur Betriebsinhaber bzw. Ausbilder befragt, auch Auszubildende müssen den Betrieb und die eigene Zufriedenheit bewerten. Rund 1000 Auszubildende wurden durch den VORAUS-Zertifizierungsprozess in diesem und im letzten Jahr insgesamt befragt, das sind rund ein Viertel aller Auszubildenden im Kammerbezirk.

„Wir haben festgestellt, dass kaum ein VORAUS-zertifizierter Betrieb Probleme hat, ausreichend Bewerber auf freie Ausbildungsplätze zu finden,“ berichtet Ute Dinort, Fachbereichs- und Projektleiterin von VORAUS bei der Handwerkskammer Konstanz. Die überwiegende Mehrheit der befragten Auszubildenden fühle sich dem Betrieb sehr verbunden und vom Ausbilder gut unterstützt, etwa, wenn es um extra Zeit für die Prüfungsvorbereitung gehe, so Dinort. Die meisten erhielten zudem Prämien für gute Leistungen in der Berufsschule. „Anerkennung und Wertschätzung sind ganz wichtig für die jungen Menschen. Das spornt an,“ sagt Dinort.

„In Zeiten, in denen sich der Konkurrenzkampf um die besten Köpfe zuspitzt, ist eine hohe, möglichst auch zertifizierte Ausbildungsqualität oft der entscheidende Faktor. Gute Ausbildung spricht sich rum. Das spüren unsere VORAUS-Betriebe ganz deutlich,“ sagt Kammerpräsident Gotthard Reiner.

 Im letzten Jahr haben über 100 Handwerksunternehmen in den Landkreisen Konstanz, Waldshut, Rottweil, Schwarzwald-Baar und Tuttlingen das VORAUS-Zertifikat erhalten, in diesem Jahr werden es weitere 60 sein.

Mehr Informationen zum Thema unter www.hwk-konstanz.de/Voraus .

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