Praktisches Knowhow und digitale Lehrinhalte werden in der überbetrieblichen Ausbildung - wie hier in der KfZ-Werkstatt der Bildungsakademie Waldshut - kombiniert.
Handwerkskammer Konstanz
Praktisches Knowhow und digitale Lehrinhalte werden in der überbetrieblichen Ausbildung - wie hier in der KfZ-Werkstatt der Bildungsakademie Waldshut - kombiniert.

Digitale Lehrinhalte bereichern ÜBA-Unterricht

Auszubildende können ihr Wissen auf der Online-Plattform Ilias erweitern und kontinuierlich testen

Praktisches Knowhow und theoretische Grundlagen in digitaler Form – diese beiden Pfeiler vereint die überbetriebliche Ausbildung, kurz ÜBA, schon jetzt in ausgewählten Gewerken an den Bildungsakademien der Handwerkskammer Konstanz. „Wir sind sehr stolz darauf, den Auszubildenden damit zukünftig die Möglichkeit zu bieten, sich jederzeit und an jedem Ort in die Lehrinhalte einzuarbeiten“, sagt Georg Hiltner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz. „Gerade bei der Ausbildung des Nachwuchses ist es uns sehr wichtig, sowohl inhaltlich als auch methodisch am Puls der Zeit zu sein.“

Digitale Tests im Unterricht

Die Online-Lernplattform Ilias bündelt ausgewählte Lehrinhalte und ermöglicht den Lehrmeistern einen gezielten Einsatz digitaler Elemente im Unterricht. So können sie beispielsweise in der Werkstatt absolvierte, digitale Lernfortschrittskontrollen in Echtzeit auswerten und unmittelbar auf Lerndefizite reagieren, indem sie ihren Unterricht entsprechend anpassen. Auch Unterrichtsmaterialien können sie ihren Schülern über Ilias rund um die Uhr zugänglich machen.



Ein weiterer Zugewinn für die Lehre sind interaktive, didaktisch aufbereitete Videos. Darin greifen Lehrmeister komplizierte Sachverhalte aus dem Praxisunterricht auf und erläutern das korrekte Vorgehen Schritt für Schritt. Zwischenzeitlich müssen die Schüler den Inhalt in Form von Multiple Choice-Tests reflektieren. Auf diesem Weg wird das theoretische und praktische Wissen individuell vertieft.

„Mit den digitalen Inhalten auf Ilias können wir das Lernen effizienter gestalten und dadurch die Qualität der Lehre weiter steigern“, sagt Ilias-Projektleiter Frank Wehking. „Außerdem möchten wir die Schüler dazu motivieren, sich auch außerhalb des ÜBA-Unterrichts mit kniffligen Themen zu beschäftigen.“ Wehking steht in ständigem Austausch mit den Lehrmeistern, um die digitalen Inhalte optimal in den ÜBA-Unterricht einzubinden. Der erste Praxiseinsatz fand Mitte Mai in der Kfz-Werkstatt der Bildungsakademie Singen und im Friseursalon der Bildungsakademie Rottweil statt. „Die ersten Ergebnisse sind durchweg positiv“, so Frank Wehking.

Ausbildungsbetriebe für konstruktiven Dialog gesucht

Langfristig werden die digitalen Lehrinhalte auch in den anderen Gewerken als Teil des ÜBA-Unterrichts ausgerollt. Erfahrungswerte hierfür bietet die Einbindung von Ilias in Teil I und II der Meistervorbereitung. Diese ist in sogenannten Fokusgewerken bereits vor zwei Jahren gestartet, wird kontinuierlich angepasst und weiterentwickelt. Um auch den digitalen Unterricht der ÜBA weiter zu optimieren, sucht Frank Wehking den Kontakt zu Ausbildungsbetrieben: „Ich möchte mit den Unternehmen in einen konstruktiven Dialog treten, um ihre Erfahrungen in den Prozess einzubinden.“ Nur so könne das Zusammenspiel aus betrieblicher und überbetrieblicher Ausbildung weiter verbessert werden.



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