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Die Ausbildungsprämie kommt

Was Ausbildungsbetriebe zu erwarten haben

Das Bundeskabinett hat am 24. Juni 2020 die Ausbildungsprämie beschlossen: Kleine und mittelständische Unternehmen, die während der Corona-Pandemie ihr Ausbildungsengagement aufrechterhalten oder erhöhen, sollen einen finanziellen Zuschuss erhalten.

„Richtiges und wichtiges Signal“

Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz, begrüßt die Einführung einer Ausbildungsprämie und hofft nun auf eine rasche Konkretisierung der Förderrichtlinien und unbürokratische Umsetzung: „Ausbildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und darf jetzt nicht zur Nebensache verkommen. Eine Ausbildungsprämie ist daher dringend notwendig und ein wichtiges und richtiges Signal an alle ausbildungswilligen Betriebe in schwierigen Zeiten -  unabhängig davon, wie stark sie betroffen sind. “ 

Auch die jungen Menschen, die vor dem Schulabschluss stünden, bräuchten Sicherheit und Orientierung. Messen und Berufsinfotage, aber auch der Berufsorientierungsunterricht an Schulen seien weitgehend ausgefallen. „Mit der Ausbildungsprämie verbreiten wir auch dort mehr Zuversicht und schaffen konkrete Perspektiven für den Corona-Jahrgang,“ sagt Rottler.

Der Kammerpräsident appelliert an alle Verantwortlichen, die Ausbildungsprämie im Sinne einer allgemeinen Ausbildungsförderung zu konkretisieren. Schon jetzt habe es starke Einbrüche in der Zahl der Ausbildungsverhältnisse im Kammergebiet gegeben. „Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden bisher rund 16 Prozent weniger Ausbildungsverträge im Handwerk abgeschlossen. Uns läuft die Zeit davon“, warnt Rottler.

Was bisher geplant ist

  • Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten, die in hohem Maße unter den Corona-Einschränkungen leiden, aber dennoch dieselbe Ausbildungsleistung wie in den letzten drei Jahren erbringen, sollen im Ausbildungsjahr 2020/2021 pro Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro bekommen.
  • Wer zusätzlich Ausbildungsplätze schafft oder Auszubildende von coronabedingt insolventen Betrieben übernimmt, soll eine einmalige Prämie in Höhe von 3.000 Euro pro entsprechend betroffenem Ausbildungsvertrag erhalten.
  • Ausgezahlt werden sollen die Prämien jeweils nach Ablauf der Probezeit

Wer die Förderung beantragen kann

Antragsberechtigt sind KMU, die durch die Covid-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind, d.h. die in der ersten Hälfte des Jahres 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt haben oder deren Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist.

Änderungen dieser aktuell geltenden Fördervoraussetzungen sind weiterhin möglich.

Weitere Informationen zur Ausbildungsprämie gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Eckpunkten für ein Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ sowie auf einer Webseite zum Thema.

Bitte beachten

Wann und wie die Prämie beantragt werden kann, steht noch nicht fest.

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