Analoge Kommunikation
Handwerkskammer Konstanz
Mitmachen statt Zuschauen: Beim Vortrag "Power-Tool Stimme und Power-Posen" von Sprechtrainerin Andrea Stasche zeigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vollen Körpereinsatz.

Den richtigen Ton treffen

Expertentipps für die Kommunikation mit Kunden

Egal ob im direkten Kontakt, online oder per Telefon: Wer in der Kundenkommunikation überzeugen will, muss den richtigen Ton treffen und für einen guten Auftritt sorgen. Die Handwerkskammer Konstanz hatte deshalb ihre Mitgliedsbetriebe zur Abschlussveranstaltung der Reihe „Zukunft im Blick“ in die Bildungsakademie Singen geladen.  

Unter dem Titel „Analoge Kommunikation – kein Auslaufmodell“ praktizierten die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur Übungen zu Stimme und Körpersprache, sondern bekamen von den beiden Referenten wichtige Tipps für den Berufsalltag an die Hand.

Drei Tipps von Dr. Klaus-Dieter Matz, Wirtschaftspsychologe aus Leipzig:

1. Weniger ist mehr!

Vertrauen braucht Verlässlichkeit. Seien Sie deshalb vorsichtig bei Ihrer Wortwahl und versprechen Sie Ihren Kunden nicht zu viel. Auch wenn Sie denken, dass der Auftrag bereits am Montag abgeschlossen sein wird, ist ein „Bis Dienstag ist es erledigt.“ in den meisten Fällen die bessere Wahl.

2. Offene Fragen stellen

Manche Kunden haben Vorstellungen von Dienstleistungen oder Produkten, die realitätsfern sind. Eine sachliche Kommunikation ist hier unabdingbar. Probieren Sie es am besten mit offenen Fragen, z. B.  „Wie kommen Sie darauf?“!

3. Der Stammtisch im Netz

Der klassische Stammtisch im Wirtshaus stirbt aus. Die Kunden teilen die Erfahrungen mit Ihrem Betrieb oft als Kundenbewertungen im Internet. Im Web präsent zu sein, ist hier hilfreich und fördert die Kundenbindung.

Analoge Kommunikation
Handwerkskammer Konstanz
Wirtschaftspsychologe Dr. Klaus-Dieter Matz begeisterte bei seinem Vortrag "Handwerk ist auch Mundwerk" in der Bildungsakademie Singen.



Drei Tipps von Andrea Stasche, Sprechtrainerin aus Mannheim:

1. Mit Embodiment punkten

Körpersprache hat Einfluss auf unsere Stimme. Was in der Fachsprache Embodiment heißt, können Sie für Ihre Kundenkommunikation nutzen. Denn wenn Sie freundlich schauen, wird eine Muskelspannung bzw. ein Resonanzraum erzeugt, der sich in einem „Alles wird gut“-Klang manifestiert.

2. Der italienische Weg

Kennen Sie das Gefühl, beim Sprechen „außer Atem“ zu sein? Dann probieren Sie es doch einmal auf dem „italienischen Weg“. Machen Sie anfangs bewusst Gesten beim Sprechen, dann wird das Gestikulieren –  und das Atmen – schnell zum Selbstläufer.  

3. Richtig sitzen

Das richtige Sitzen hat viel damit zu tun, wie Sie am Telefon rüberkommen. Wichtig dabei ist, eine gewisse Körperspannung herzustellen. Das können Sie, indem Sie sich bewusst auf die Sitzbeinhöcker setzen. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Körper im rechten Winkel steht – zwischen Füßen und Unterschenkel, Unterschenkel und Oberschenkel, Oberschenkel und Rumpf und Kopf und Hals.