Jan Benz
Handwerkskammer Konstanz
Gut vernetzt und neuen Trends auf der Spur: Jan Benz begleitet Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Konstanz bei Innovationsvorhaben und der Einführung neuer Technologien.

"Das Handwerk muss Schritt halten"

Handwerkskammer baut Beratungsangebot in Sachen Technologie und Digitalisierung aus

Die Digitalisierung ist in aller Munde und auch im Handwerk ein großes Thema. Laut einer Umfrage des Baden-Württembergischen Handwerkstags sehen 51 Prozent der Betriebe im Kammerbezirk Konstanz die neuen Möglichkeiten zur Optimierung von Produkten und Prozessen als Chance. Um sie richtig zu nutzen, fehlen ihnen zum Teil aber die Ressourcen. Fast 60 Prozent der Betriebe geben an, nicht genügend Zeit und Personal zu haben, um digital voll durchstarten zu können. Aber auch die Uneinheitlichkeit der Technologie, fehlende Standards und die Unwägbarkeiten der weiteren Entwicklung machen über 20 Prozent der Befragten zu schaffen.

Von Homepage bis 3-D-Drucker

Dieses Know-how erhalten Mitgliedsbetriebe jetzt direkt bei der Handwerkskammer: Seit Mai ist Jan Benz als neuer Beauftragter für Innovation und Technologie im Einsatz. Der Wirtschaftsingenieur mit dem Schwerpunkt Elektro- und Informationstechnik berät Betriebe vor Ort und kostenfrei zu allen Einsatzgebieten digitaler Technologien – von der Erschließung neuer Kundenkreise via Internet bis zum 3-D-Drucker in der Produktion. Auch bei den Themen Innovation und gewerbliche Schutzrechte ist er für Betriebe ein erster Ansprechpartner, zeigt Fördermöglichkeiten auf und vermittelt bei Bedarf auch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen oder anderen Betrieben.

„Wir können in der Beratung vorne anfangen und nach einer Bestandsaufnahme erst einmal den Digitalisierungsbedarf eines Betriebes ermitteln. Wir können aber auch Lösungsansätze für konkrete Fragestellungen entwickeln und dann die richtigen Partner zusammenbringen“, beschreibt Benz sein Aufgabenspektrum. Auch die aktuellen Technologie-Trends wird er im Blick behalten und die Betriebe zielgruppengerecht informieren. Gefördert wird seine Arbeit vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das mit dem bundesweiten Netzwerk der Innovations- und Technologiebeauftragten den Wissens- und Technologietransfer im Handwerk verbessern will.

„Schon allein wegen der globalen Konkurrenz war die Industrie dem Handwerk meist ein paar Schritte voraus. Jetzt muss das Handwerk Schritt halten, weil man nun auch in der Industrie in der Lage ist, Losgröße eins zu produzieren – und zwar wirtschaftlich. Damit verliert das Handwerk einen großen Mehrwert“, sagt Benz voraus. Das gelte es wettzumachen, indem man einerseits technologisch aufholt, andererseits auf Werte wie Nachhaltigkeit und Transparenz setzt. „Das könnten die neuen Alleinstellungsmerkmale des Handwerks werden“, so Benz.

Gemeinsam mehr erreichen

Sich auf die große Bandbreite der technologischen Möglichkeiten wie der betrieblichen Anforderungen in einem so heterogenen Wirtschaftszweig einzustellen, sieht der 36-Jährige, der nach dem Studium im Forschungsreferat der HTWG Konstanz gearbeitet und unter anderem die Gründungskultur im Mittelstand unter die Lupe genommen hat, als besondere Herausforderung an: „Das Handwerk ist breit aufgestellt, die Übergänge zur Industrie sind fließend. Das macht die individuelle Beratung umso spannender für mich – und im Ergebnis hoffentlich auch umso wertvoller für die Betriebe.“

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Jan Benz

Wirtschaftsförderung und Unternehmensservice
Beauftragter für Innovation und Technologie

Webersteig 3
78462 Konstanz