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Das Handwerk braucht Personal und Investitionen

Keine Hochstimmung, aber viel Optimismus bei den Mitgliedsbetrieben der Handwerkskammer Konstanz - Beratungsangebot wird ausgebaut

Nicht mehr ganz so strahlend wie im Vorjahr, aber immer noch gut: Das ist die derzeitige Stimmung im regionalen Handwerk. Laut Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer Konstanz ist die große Mehrheit der Betriebe nach wie vor mit der Geschäftslage zufrieden, der Geschäftslageindex aus positiven und negativen Bewertungen bleibt mit plus 62,3 Punkten aber leicht hinter dem Vorjahresergebnis (plus 65,6 Punkte) zurück.

„Anfang des Jahres kann man nicht schon wieder ein Allzeit-Hoch erwarten. Wenn die Konjunktur auch witterungsbedingt eine kleine Pause einlegt, ist das gut zu verkraften. Wichtig ist, wie es weitergeht - und da ist angesichts der guten Auftragslage, der hohen Auslastung und der positiven Umsatzentwicklung Optimismus angebracht“, sagt Gotthard Reiner, Präsident der Handwerkskammer Konstanz.

Diese Einschätzung teilen auch die meisten Betriebe: So erwarten 60,5 Prozent der Befragten, dass sich die gute Geschäftslage auch in den nächsten Wochen fortsetzt. 38,8 Prozent rechnen sogar mit einer Verbesserung.

Auch andere Erfolgsindikatoren zeigen nach oben: Die Auftragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert, entsprechend höher war die Auslastung und auch die Umsatzsituation hat sich zu Beginn dieses Jahres wieder entspannt.

Einzig beim Personal konnte das Handwerk im Kammerbezirk Konstanz nicht zulegen. Im ersten Quartal dieses Jahres haben mehr Betriebe ihren Personalstamm verkleinert als neue Mitarbeiter eingestellt. Das soll sich aber ändern: 17,6 Prozent der Betriebe wollen in den kommenden Wochen die Belegschaft vergrößern und nur bei 1,6 Prozent soll die Personaldecke schrumpfen. „Ob es gelingt, genügend qualifizierte Fachkräfte zu finden und zu halten, ist die alles entscheidende Frage. Sonst nützt uns selbst die beste Konjunktur nichts“, sagt Handwerkskammerpräsident Gotthard Reiner.

Investiert wurde etwa im selben Rahmen wie vor einem Jahr - auch da könnte sich Reiner noch eine Steigerung vorstellen: „Die nächste Herausforderung steht vor der Tür: die Digitalisierung. Wer da mithalten will, muss investieren.“ Generell stünde das Handwerk dem Thema aber offen gegenüber. Das zeigt auch das Ergebnis einer Sonderumfrage. Über die Hälfte der Befragten betrachtet die Digitalisierung demnach als Chance für den eigenen Betrieb. Die meisten nutzen allerdings längst noch nicht die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten, hauptsächlich weil es an Zeit und Personal mangelt.

Sowohl beim Thema Digitalisierung als auch bei der Fachkräftesicherung will die Handwerkskammer Konstanz ihre Mitgliedsbetriebe noch gezielter unterstützen und baut derzeit ihr Beratungsangebot aus. Eine neue Personalberaterin ist bereits im Einsatz und im Mai wird ein Technologieexperte seine Arbeit aufnehmen. Reiner ist sicher: „Das wird den Betrieben zusätzliche Impulse bringen – damit die Stimmung auf Dauer gut bleibt.“

Einen ausführlichen Konjunkturbericht finden Sie hier .

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Petra Schlitt-Kuhnt

Kommunikation und Marketing
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