Thomas Dietenmeier (links), Lehrer Oliver Fecht (Mitte) und Ralf Spedt.
Dietenmeier und Harsch Haustechnik GmbH
Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule Gebhard begeben sich Thomas Dietenmeier (links), Lehrer Oliver Fecht (Mitte) und Ralf Spedt, Nachwuchsverantwortlicher bei der Firma Dietenmeier und Harsch (rechts), auf die Reise Richtung CO2-Neutralität für Schule und Betrieb. Für die Konzeptidee gab es nun vom Land einen Sonderpreis.

Bildungspartnerschaft digital: Sonderpreis geht nach Konstanz

Gemeinschaftsschule und Handwerksbetrieb werden für Klimaschutz-Projekt ausgezeichnet

„Wie bekommen wir den CO2-Ausstoß im Betrieb und in der Schule reduziert oder gleich null, um die Klimaziele zu erreichen?“ Diese Frage stand am Anfang des Projekts „CO2 neutral – Wir packen es an!“ der Schülerinnen und Schüler rund um Lehrer Oliver Fecht von der Gebhardschule in Konstanz. Gemeinsam mit der Dietenmeier + Harsch Haustechnik GmbH reichten sie einen Projektplan ein, der neben dem Sammeln und Aufbereiten von Daten auch das Kennenlernen von Berufen beinhaltet, die mit dem Thema CO2-Emissionen zu tun haben. Für das außergewöhnliche Konzept erhielten die Partner nun einen Sonderpreis für Nachhaltigkeit im Wettbewerb „Bildungspartnerschaften digital“ des Landes Baden-Württemberg.

Idee schon in der Schublade

„Beim letzten OB-Wahlkampf spielte das Thema CO2-Ausstoß eine große Rolle, seitdem lag die Idee bei mir in der Schublade“, erzählt Thomas Dietenmeier nach der virtuellen Preisverleihung. Als Lehrer Oliver Fecht wegen eines Projekts für den Landeswettbewerb auf ihn zukam, kramte der umtriebige Firmenchef seine Idee wieder hervor. „Die Schüler werden lernen, was eine CO2-Bilanzierung ist, selbst rechnen, programmieren und auf ihrer Reise neue Berufe kennenlernen“, erläutert Dietenmeier nur einige der Ziele des nun ausgezeichneten Projekts.

Projekt auch für Corona-Zeiten

Digitale Medien sollen eingesetzt werden, um etwa Animationen mit Hilfe der Whiteboard-Technik zu erstellen, Ideen und Ergebnisse über 360-Grad-Videos festzuhalten und um über die sozialen Medien den Status zu kommunizieren. „Das Projekt lässt sich auch in Corona-Zeiten gut umsetzen und kann über mehrere Jahre fortgeführt werden, bis eine Nullemission erreicht wird“, erklärt der Firmenchef.

Bildungspartnerschaft zahlt sich aus

Jugendliche mit dem Handwerk in Kontakt zu bringen, ist schon lange eines von Dietenmeiers Steckenpferden. Seit elf Jahren engagiert er sich intensiv in der Bildungspartnerschaft mit der Gebhardschule – und das mit Erfolg: Schon jetzt habe sein Betrieb vier unterzeichnete Ausbildungsverträge für das kommende Ausbildungsjahr durch den Kontakt zur Schule vorliegen. „Auch in Zeiten von Corona vertrauen uns die Lehrer ihre Schüler für Praktika an, weil sie uns kennen und wissen, dass wir ein gutes Hygienekonzept haben und unsere Verantwortung ernst nehmen“, sagt Dietenmeier.

Allen Handwerksbetrieben, die sich bei der Suche nach Auszubildenden schwertun, rät er, mit fertigen Konzepten für gemeinsame Projekte auf die Schulen zuzugehen. Dietenmeier: „Schulleiter und Lehrer haben wenig Zeit und nehmen das Engagement von Betrieben dankbar an.“

Im Herbst 2021, nach den Sommerferien, gehen die „Bildungspartnerschaften digital“ in die nächste Runde. Alle teilnahmeberechtigten Schulen werden rechtzeitig vorab per E-Mail oder Post informiert.

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