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Ausbildungsplätze sichern

So beantragen Sie Ausbildungsprämie (plus), Übernahmeprämie und Zuschüsse zu Ausbildungsvergütung und Verbundausbildung

Kleine und mittelständische Unternehmen mit maximal 249 Beschäftigten (KMU), die in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sind und ihr Ausbildungsengagement aufrechterhalten oder erhöhen, können seit August 2020 verschiedene finanzielle Zuschüsse beantragen.

Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ enthält die folgenden Fördermaßnahmen

  • Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 bzw. 3.000 Euro für Betriebe, die trotz Corona-Krise stark ihr Ausbildungsniveau halten bzw. erhöhen,
  • Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung, wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildende und Ausbilder nicht mit in Kurzarbeit schickt,
  • Übernahmeprämien an Betriebe, die Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen, sowie die
  • Auftrags- und Verbundausbildung: Ist die Ausbildung pandemiebedingt nicht mehr möglich, kann befristet ein anderer Ausbildungsbetrieb hinzugezogen werden. Der übernehmende Betrieb erhält eine Prämie von 4.000 Euro pro Auszubildender/Auszubildendem.

Ausbildungsprämien

Wer bekommt welche Prämie?

  • Betriebe, die in hohem Maße unter den Corona-Einschränkungen leiden, aber dennoch dieselbe Ausbildungsleistung wie in den letzten drei Jahren erbringen, bekommen im Ausbildungsjahr 2020/2021 pro Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro (= Ausbildungsprämie).
  • Wer zusätzlich Ausbildungsplätze schafft, bekommt eine einmalige Prämie in Höhe von 3.000 Euro pro entsprechend betroffenem Ausbildungsvertrag (= Ausbildungsprämie plus).
  • Ausgezahlt werden die Prämien jeweils nach Ablauf der Probezeit.

Gefördert werden Ausbildungen, die zwischen 1. August 2020 und 15. Februar 2021 begonnen haben. Eine Förderung ist auch dann möglich, wenn die Auszubildende oder der Auszubildende im selben Zeitraum den Ausbildungsbetrieb wechselt. Diese seit 28. Oktober 2020 greifende neue Regelung setzt nicht länger voraus, dass das Ausbildungsverhältnis im ersten Ausbildungsbetrieb während der Probezeit gekündigt worden sein muss.

Wie wird der Antrag gestellt?

Der Antrag auf eine Ausbildungsprämie oder eine Ausbildungsprämie plus wird bei der zuständigen Agentur für Arbeit gestellt.

Die Antragsunterlagen stehen auf der Webseite Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie Plus zur Verfügung.

1. Bescheinigung der Handwerkskammer einholen:
 Formular der Arbeitsagentur ausfüllen und per E-Mail senden an: kathrin.loeble@hwk-konstanz.de. Frau Löble wird Ihnen die mit Unterschrift und Stempel versehene Bescheinigung dann wieder zurücksenden.

2. Antrag auf Ausbildungsprämie / Ausbildungsprämie plus ausfüllen,
 Formular der Arbeitsagentur

3. Antrag mit Bescheinigung an die zuständige Agentur für Arbeit senden.

Bitte beachten Sie auch die Ausfüllhinweise für den Antrag auf Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie plus sowie die Erklärung des Ausbildungsbetriebs über Probezeiten.

Zuschuss zur Ausbildungsvergütung bei Vermeidung von Kurzarbeit

Wenn ein Unternehmen aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit anzeigt, aber einen Arbeitsausfall bei den Auszubildenden vermeidet, kann es den Zuschuss zur Ausbildungsvergütung erhalten. Er beträgt 75 Prozent der Ausbildungsvergütung und wird für jeden Monat gezahlt, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent angezeigt hat.

Anträge können bis 31. Dezember 2020 gestellt werden.

Wie wird der Antrag gestellt?

Der Antrag auf einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung wird bei der zuständigen Agentur für Arbeit gestellt.

Die Antragsunterlagen stehen auf der Webseite Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Verfügung.

1. Zeitgleich zur Anzeige von Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit anzeigen, dass die Ausbildung fortgesetzt wird,
 Formular der Arbeitsagentur

2. Bescheinigung der Handwerkskammer einholen:
 Formular der Arbeitsagentur ausfüllen und per E-Mail senden an: kathrin.loeble@hwk-konstanz.de. Frau Löble wird Ihnen die mit Unterschrift und Stempel versehene Bescheinigung dann wieder zurücksenden.

3. Antrag auf Zuschuss zur Ausbildungsvergütung ausfüllen,
 Formular der Arbeitsagentur

4. Antrag mit Bescheinigung an die zuständige Agentur für Arbeit senden.

Bitte beachten Sie auch die Ausfüllhinweise für die Anzeige auf Fortsetzung der Berufsausbildung.

Übernahmeprämie für Insolvenzlehrlinge

Die Prämie können Unternehmen beantragen, die Auszubildende aus einem Betrieb weiter ausbilden, der aufgrund der Corona-Krise insolvent ist. Die Übernahmeprämie ist ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro, der nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit für Ausbildungen ausgezahlt wird, die zwischen 1. August und 31. Dezember 2020 fortgesetzt werden. Sowohl der insolvente als auch der übernehmende Betrieb müssen KMU sein.

Anträge können bis 30. Juni 2021 gestellt werden.

Wie wird der Antrag gestellt?

Der Antrag auf eine Übernahmeprämie für Insolvenzlehrlinge wird bei der zuständigen Agentur für Arbeit gestellt.

Die Antragsunterlagen stehen auf der Webseite Übernahmeprämie für Insolvenzlehrlinge zur Verfügung.

1. Bescheinigung vom Insolvenzverwalter des insolventen Betriebs einholen,
 Formular der Arbeitsagentur

2. Bescheinigung der Handwerkskammer einholen:
 Formular der Arbeitsagentur ausfüllen und per E-Mail senden an: kathrin.loeble@hwk-konstanz.de. Frau Löble wird Ihnen die mit Unterschrift und Stempel versehene Bescheinigung dann wieder zurücksenden.

3. Antrag auf Übernahmeprämie ausfüllen,
 Formular der Arbeitsagentur

4. Antrag mit Bescheinigungen an die zuständige Agentur für Arbeit senden.

Bitte beachten Sie auch die Ausfüllhinweise für den Antrag auf Übernahmeprämie sowie die Erklärung des Ausbildungsbetriebs über Probezeiten.

Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung

Für die Umsetzung der „Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung“, die ebenfalls Teil des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ ist, ist nicht dieAgentur für Arbeit zuständig. Diese Förderung wird in einer Zweiten Förderrichtlinie umgesetzt. Die Umsetzung erfolgt durch die Knappschaft-Bahn-See.

Die Verbund- oder Auftragsausbildung kann in anderen KMU, in Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) oder durch andere etablierte Ausbildungsdienstleister durchgeführt werden, wobei die betriebliche Ausbildung Vorrang hat.

Die Prämie für den Interimsausbilder beträgt einmalig 4.000 EUR für jede oder jeden auf Zeit übernommene Auszubildende bzw. übernommenen Auszubildenden.

Auftragsausbildung heißt, dass einzelne Teile oder Abschnitte der Berufsausbildung außerhalb des eigentlichen Ausbildungsbetriebes durchgeführt werden; Verbundausbildung, dass bei der Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen der Ausbildenden mehrere natürliche und/oder juristische Personen in einem Ausbildungsverbund zusammenarbeiten.

Die Vereinbarung über die Auftrags- oder Verbundausbildung muss zwischen dem 24. Juni 2020 und dem Ablauf des 30. Juni 2021 geschlossen werden. Die hierin vereinbarte Auftrags- oder Verbundausbildung muss eine Dauer von mindestens sechs Monaten haben.

Anträge können bis 30. September 2021 gestellt werden.

Wie wird der Antrag gestellt?

Die Antragsunterlagen stehen auf der Webseite Antragstellung der Knappschaft-Bahn-See zur Verfügung.

1. Bescheinigungen über Geeignetheit und Berufsausbildungsverhältnis von der Handwerkskammer einholen:
 Formular Geeignetheit der Knappschaft-Bahn-See
 Formular Berufsausbildungsverhältnis der Knappschaft-Bahn-See
ausfüllen und per E-Mail senden an: kathrin.loeble@hwk-konstanz.de. Frau Löble wird Ihnen die mit Unterschrift und Stempel versehenen Bescheinigungen dann wieder zurücksenden.

2. Erklärungen des Stammausbildungsbetriebs einholen,
 Formular der Knappschaft-Bahn-See

3. Beantragung per easy-Online durchführen.
 easy-Online – Elektronisches Formularsystem für Anträge, Angebote und Skizzen

Bitte beachten Sie auch die Fragen und Antworten auf der Website der Knappschaft-Bahn-See.

 Neben der Bundesförderung gibt es für die Verbundausbildung auch eine Landesförderung, die unsere Webseite „Ausbildung im Verbund“ näher beschreibt.

 Weitere Informationen zum gesamten Bundesprogramm stehen in den Eckpunkten für ein Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ sowie auf einer Webseite zum Thema.



Dinort

Ute Dinort

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Fachbereichsleitung

Webersteig 3
78462 Konstanz
Tel. 07531 205-350
Fax 07531 205-6350
ute.dinort--at--hwk-konstanz.de

Löble Kathrin

Kathrin Löble

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Ausbildungsverträge und Ausbildungsprüfungen

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