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Ausbildungsplätze sichern

So beantragen Sie die Ausbildungsprämie und weitere Förderungen aus dem Bundesprogramm

Unternehmen, die in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sind und ihr Ausbildungsengagement aufrechterhalten oder erhöhen, können im Rahmen des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ verschiedene finanzielle Zuschüsse beantragen.

Aktueller Hinweis

Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ wurde verlängert und die Förderungen wurden ausgeweitet. 

Der ZDH hat die wesentlichen Änderungen der Ersten Förderrichtlinie sehr übersichtlich zusammengefasst:
Ausbildungsplätze sichern: Wesentliche Änderungen der Ersten Förderrichtlinie (Stand: 26.03.2021)

Die Änderungen der Zweiten Förderrichtlinie sind noch nicht in Kraft getreten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Bundesregierung.

Überblick der Fördermaßnahmen

Erste Förderrichtlinie:

Zweite Förderrichtlinie:

Für alle Fördermaßnahmen gilt, dass Ausbildungen nicht bezuschusst werden, wenn die Auszubildenden Ehegatten oder Verwandte ersten Grades der Betriebsinhaberin oder des Betriebsinhabers sind.

Ausbildungsprämien

Wer bekommt welche Prämie?

  • Betriebe mit maximal 249 Beschäftigten, die in hohem Maße unter den Corona-Einschränkungen leiden, aber dennoch dieselbe Ausbildungsleistung wie in den letzten drei Jahren erbringen, bekommen im Ausbildungsjahr 2020/2021 pro Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro (= Ausbildungsprämie).
  • Wer zusätzlich Ausbildungsplätze schafft, bekommt eine einmalige Prämie in Höhe von 3.000 Euro pro entsprechend betroffenem Ausbildungsvertrag (= Ausbildungsprämie plus).
  • Ausgezahlt werden die Prämien jeweils nach Ablauf der Probezeit.

Gefördert werden Ausbildungen, die zwischen 24. Juni 2020 und 31. Mai 2021 begonnen haben. Eine Förderung ist auch dann möglich, wenn die Auszubildende oder der Auszubildende im selben Zeitraum den Ausbildungsbetrieb wechselt.

Weitere Voraussetzungen sind, dass

  • dem Betrieb seit Januar 2020 wenigstens für einen Zeitraum, der vor dem Ausbildungsbeginn liegt, von der Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld gezahlt wurde.
  • der Umsatz des Betriebes seit April 2020 gegenüber dem jeweiligen Zeitraum im Jahr 2019 entweder in zwei aufeinanderfolgenden, vor dem Ausbildungsbeginn liegenden Monaten um durchschnittlich 50 Prozent zurückgegangen oder in fünf zusammenhängenden, vor dem Ausbildungsbeginn liegenden Monaten um durchschnittlich 30 Prozent zurückgegangen ist. Wurde der Betrieb nach April 2019 gegründet, kann bei beiden Varianten alternativ der Durchschnitt des jeweiligen Zeitraums für 2020 mit dem Durchschnitt der Umsätze der Monate November und Dezember 2019 verglichen werden.

Für Ausbildungsverhältnisse, die ab dem 1. Juni 2021 beginnen, erhöht sich die Förderung auf 4.000 Euro (Ausbildungsprämie) bzw. 6.000 Euro (Ausbildungsprämie plus). Zudem können ab diesem Zeitpunkt Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigten die entsprechenden Förderungen beantragen.

Wie wird der Antrag gestellt?

Der Antrag auf eine Ausbildungsprämie oder eine Ausbildungsprämie plus wird bei der zuständigen Agentur für Arbeit gestellt.

Die Antragsunterlagen stehen Ihnen auf der Webseite Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie Plus zur Verfügung.

Bitte beachten: Die unten verlinkten Formulare sind für eine Antragstellung bis 31. Mai 2021 gedacht. Die Formulare für die Beantragung der erhöhten Ausbildungsprämien ab 1. Juni 2021 stehen Ihnen voraussichtlich ab Kalenderwoche 22 zur Verfügung.

1. Bescheinigung der Handwerkskammer einholen:
 Formular der Arbeitsagentur ausfüllen und per E-Mail senden an: kathrin.loeble@hwk-konstanz.de. Frau Löble wird Ihnen die mit Unterschrift und Stempel versehene Bescheinigung dann wieder zurücksenden.

2. Antrag auf Ausbildungsprämie / Ausbildungsprämie plus ausfüllen,
 Formular der Arbeitsagentur

3. Antrag mit Bescheinigung an die zuständige Agentur für Arbeit senden – oder den Online-Uploadnutzen.

Bitte beachten Sie auch die Erklärung des Ausbildungsbetriebs über Probezeiten.

Zuschuss zur Ausbildungsvergütung bei Vermeidung von Kurzarbeit

Wenn ein Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit anzeigt, aber einen Arbeitsausfall bei den Auszubildenden vermeidet, kann es den Zuschuss zur Ausbildungsvergütung erhalten. Er beträgt 75 Prozent der Ausbildungsvergütung und wird für jeden Monat gezahlt, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent angezeigt hat.

Seit März 2021 können auch Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigten einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung beantragen. Da der Zuschuss rückwirkend beantragt wird bedeutet das: Erstmals können diese Unternehmen im April 2021 einen Antrag für den März 2021 stellen.

Seit März 2021 kann auch ein Teil der Lohnkosten der Ausbilderinnen und Ausbilder bezuschusst werden: Die Förderung umfasst die Hälfte der Brutto-Vergütung, gedeckelt auf 4.000 Euro, zuzüglich 20 Prozent Sozialversicherungspauschale. Die erweiterte Förderung können Sie erstmals im April 2021 für den März 2021 beantragen.

Wenn der Betrieb bereits einen Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen erhalten hat, ist eine zusätzliche Förderung mit dem Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit nicht möglich. 

Wie wird der Antrag gestellt?

Der Antrag auf einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung wird monatlich und rückwirkend bei der zuständigen Agentur für Arbeit gestellt. Er muss innerhalb von drei Monaten nach dem Monat gestellt werden, für den der Antrag gilt.

Für die Monate August 2020 bis Februar 2021 können Sie den Antrag bis zum 26. Juni 2021 stellen.

Die Antragsunterlagen stehen Ihnen auf der Webseite Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Verfügung.

1. Bescheinigung der Handwerkskammer einholen:
 Formular der Arbeitsagentur ausfüllen und per E-Mail senden an: kathrin.loeble@hwk-konstanz.de. Frau Löble wird Ihnen die mit Unterschrift und Stempel versehene Bescheinigung dann wieder zurücksenden.

3. Antrag auf Zuschuss zur Ausbildungsvergütung ausfüllen:
 Antrag auf Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit bis Februar 2021
 Antrag auf Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit für März 2021
 Antrag auf Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit ab April 2021

4. Antrag mit Bescheinigung an die zuständige Agentur für Arbeit senden – oder den Online-Uploadnutzen.

Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen

Betriebe mit höchstens vier Beschäftigten können den neuen Sonderzuschuss beantragen, wenn sie ihre Geschäftstätigkeit aufgrund von coronabedingter, behördlicher Anordnung einstellen oder stark einschränken mussten, und sie die Ausbildung seit November 2020 an mindestens 30 Arbeitstagen im eigenen Betrieb oder im Rahmen einer Auftrags- oder Verbundausbildung fortsetzen.

Der Sonderzuschuss beträgt einmalig 1.000 Euro pro Auszubildender oder Auszubildendem. 

Wird bereits ein Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit gewährt, ist eine Förderung mit dem Lockdown-II-Sonderzuschuss ausgeschlossen. 

Wie wird der Antrag gestellt?

Der Antrag muss bis spätestens 31. Juli 2021 gestellt werden.

Die Antragsunterlagen stehen Ihnen auf der Webseite Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen zur Verfügung.

1. Bescheinigung der Handwerkskammer einholen:
Formular der Arbeitsagentur ausfüllen und per E-Mail senden an: kathrin.loeble@hwk-konstanz.de. Frau Löble wird Ihnen die mit Unterschrift und Stempel versehene Bescheinigung dann wieder zurücksenden.

2. Antrag auf Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen ausfüllen:
Formular der Arbeitsagentur

4. Antrag mit Bescheinigung an die zuständige Agentur für Arbeit senden.

Übernahmeprämie

Die Prämie können Unternehmen beantragen, die Auszubildende aus einem Betrieb weiter ausbilden, der aufgrund der Corona-Krise die Ausbildung selbst nicht mehr fortsetzen kann. Die Übernahmeprämie ist ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 6.000 Euro, der nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit für Ausbildungen ausgezahlt wird, die zwischen 1. August 2020 und 31. Dezember 2021 fortgesetzt werden. Die Betriebsgröße beider Unternehmen spielt dabei keine Rolle.

Stammt die oder der Auszubildende aus einem insolventen Betrieb, muss das Insolvenzverfahren bis zum 30. Dezember 2021 eröffnet worden sein.

Der Antrag muss spätestens 3 Monate nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit des neu begründeten Ausbildungsverhältnisses gestellt werden.

Wie wird der Antrag gestellt?

Der Antrag auf eine Übernahmeprämie für Insolvenzlehrlinge wird bei der zuständigen Agentur für Arbeit gestellt.

Die Antragsunterlagen stehen Ihnen auf der Webseite Übernahmeprämie zur Verfügung.

1. Gegebenenfalls Bescheinigung vom Insolvenzverwalter des insolventen Betriebs einholen,
 Formular der Arbeitsagentur

2. Bescheinigung der Handwerkskammer einholen:
 Formular der Arbeitsagentur ausfüllen und per E-Mail senden an: kathrin.loeble@hwk-konstanz.de. Frau Löble wird Ihnen die mit Unterschrift und Stempel versehene Bescheinigung dann wieder zurücksenden.

3. Antrag auf Übernahmeprämie ausfüllen,
 Formular der Arbeitsagentur

4. Anlage „Erklärung des vorherigen Ausbildungsbetriebs“ ausfüllen,
Formular der Arbeitsagentur

5. Antrag mit Anlage und Bescheinigungen an die zuständige Agentur für Arbeit senden – oder den Online-Uploadnutzen.

Bitte beachten Sie auch die Erklärung des Ausbildungsbetriebs über Probezeiten.

Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung

Für die Umsetzung der „Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung“, die ebenfalls Teil des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ ist, ist nicht dieAgentur für Arbeit zuständig. Diese Förderung wird in einer Zweiten Förderrichtlinie umgesetzt. Die Umsetzung erfolgt durch die Knappschaft-Bahn-See.

Die Verbund- oder Auftragsausbildung kann in anderen KMU, in Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) oder durch andere etablierte Ausbildungsdienstleister durchgeführt werden, wobei die betriebliche Ausbildung Vorrang hat.

Die Prämie für den Interimsausbilder beträgt einmalig 4.000 EUR für jede oder jeden auf Zeit übernommene Auszubildende bzw. übernommenen Auszubildenden.

Sobald die Änderungen der Zweiten Förderlinie in Kraft getreten sind, wird stattdessen ein Zuschuss in Höhe von 450 Euro pro Woche, maximal 8.100 Euro gewährt. Antragsberechtigt ist dann entweder der Ausbildungsbetrieb mit bis zu 499 Mitarbeitenden oder – unabhängig von der Größe – der aufnehmende Betrieb oder ein Bildungsträger, z.B. eine überbetriebliche Berufsbildungsstätte.

Auftragsausbildung heißt, dass einzelne Teile oder Abschnitte der Berufsausbildung außerhalb des eigentlichen Ausbildungsbetriebes durchgeführt werden; Verbundausbildung, dass bei der Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen der Ausbildenden mehrere natürliche und/oder juristische Personen in einem Ausbildungsverbund zusammenarbeiten.

Die Vereinbarung über die Auftrags- oder Verbundausbildung muss zwischen dem 24. Juni 2020 und dem Ablauf des 30. Juni 2021 geschlossen werden. Die hierin vereinbarte Auftrags- oder Verbundausbildung muss eine Dauer von mindestens sechs Monaten haben. Sobald die Änderungen der Zweiten Förderlinie in Kraft getreten sind, sinkt die Mindestdauer der förderfähigen Auftrags- und Verbundausbildung auf vier Wochen.

Anträge können bis 30. September 2021 gestellt werden.

Wie wird der Antrag gestellt?

Die Antragsunterlagen stehen auf der Webseite Antragstellung der Knappschaft-Bahn-See zur Verfügung.

1. Bescheinigungen über Geeignetheit und Berufsausbildungsverhältnis von der Handwerkskammer einholen:
 Formular Geeignetheit der Knappschaft-Bahn-See
 Formular Berufsausbildungsverhältnis der Knappschaft-Bahn-See
ausfüllen und per E-Mail senden an: kathrin.loeble@hwk-konstanz.de. Frau Löble wird Ihnen die mit Unterschrift und Stempel versehenen Bescheinigungen dann wieder zurücksenden.

2. Erklärungen des Stammausbildungsbetriebs einholen,
 Formular der Knappschaft-Bahn-See

3. Beantragung per easy-Online durchführen.
 easy-Online – Elektronisches Formularsystem für Anträge, Angebote und Skizzen

Bitte beachten Sie auch die Fragen und Antworten auf der Website der Knappschaft-Bahn-See.

 Neben der Bundesförderung gibt es für die Verbundausbildung auch eine Landesförderung, die unsere Webseite „Ausbildung im Verbund“ näher beschreibt.

Zuschuss zu den Kosten für externe Prüfungsvorbereitungslehrgänge

Um Auszubildende noch stärker bei dem erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung zu füördern, sollen im Jahr 2021 besonders pandemiebetroffene Betriebe mit Zuschüssen zu den Kosten für externe Prüfungsvorbereitungslehrgänge unterstützt werden, wenn sie ihren Auszubildenden Plätze in solchen – auch digitalen – Lehrgängen zur Verfügung stellen. Dafür können Ausbildungsbetriebe je Auszubildender oder Auszubildendem einmalig 50 Prozent der Kosten für einen Vorbereitungslehrgang erhalten, maximal jedoch 500 Euro.

Die entsprechenden Änderungen der Zweiten Förderrichtlinie erfolgen schnellstmöglich. Mit dem Inkrafttreten der geänderten zweiten Förderrichtlinie können diese Förderungen demnächst bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See beantragt werden.

Alle Informationen rund um die Antragstellung finden Sie in Kürze auf der Webseite der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See.

Dinort

Ute Dinort

Prüfung
Fachbereichsleitung

Webersteig 3
78462 Konstanz
Tel. 07531 205-350
Fax 07531 205-6350
ute.dinort--at--hwk-konstanz.de

Löble Kathrin

Kathrin Löble

Prüfung
Ausbildungsverträge und Ausbildungsprüfungen

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Tel. 07531 205-354
Fax 07531 205-6354
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