Augenoptikermeister Kowalski mit Teams und Berater Felix Keller
Handwerkskammer Konstanz
Gut beraten fühlen sich Gründer Maximilian Kowalski und sein Team Gudrun Siegmund, Antje Richter und Manuela Fuchs (von links). Betriebsberater Felix Keller (rechts) unterstützt den Augenop-ikermeister seit seiner Übernahme im vergangenen Jahr.

Gut beraten durch die HandwerkskammerAugenoptikermeister übernimmt Betrieb

„Ohne die fachkundige Unterstützung durch die Berater der Handwerkskammer hätte ich mir einen Anwalt nehmen müssen“, ist sich Maximilian Kowalski sicher. Der 29-jährige Augenoptikermeister wagte Ende des Jahres 2020 einen der wohl mutigsten Schritte seines Lebens: Während der Einzelhandel schwerer von der Pandemie gebeutelt wird als anfangs angenommen, übernimmt er einen alt eingesessenen Optiker-Betrieb in der Stockacher Altstadt. „So eine Übernahme ist natürlich mit einer großen Investition verbunden“, sagt Kowalski. „Dazu kommt die Verpflichtung gegenüber den Mitarbeitern.“ Unterstützung auf dem Weg in die Selbständigkeit holte er sich bei der Handwerkskammer. „Zuerst wollte ich mich nur erkundigen, wie ich die Meistergründungsprämie beantragen kann“, erzählt Maximilian Kowalski, „dann war ich erstaunt, mit welchem Beratungsangebot mich die Handwerkskammer unterstützen konnte.“

10.000 Euro Meistergründungsprämie

Felix Keller, Betriebsberater bei der Handwerkskammer Konstanz, füllte gemeinsam mit dem jungen Gründer den Antrag aus und kurz darauf wurden die 10.000 Euro Tilgungszuschuss bewilligt. „Mir ist aufgefallen, dass Maximilian Kowalski immer top vorbereitet war und einen guten Businessplan abgeliefert hat“, erinnert sich Berater Felix Keller. Auch zeichne ihn sein unternehmerisches Denken und Handeln aus: „Er geht seinen Weg mit Entschlossenheit und legt dabei eine sehr sympathische Art an den Tag.“

Dabei war Maximilian Kowalski nicht immer klar, wohin sein Weg führen wird. Während er die Werkrealschule in Stockach besuchte, absolvierte er ein Praktikum in einer Schreinerei und jobbte in den Ferien in einer IT-Firma. Aber erst, als er den Beruf des Augenoptikers kennenlernte, hat es Klick gemacht. „Und das, obwohl ich damals nicht einmal selbst eine Brille tragen musste“, lacht Kowalski. Ihn fasziniert nach wie vor die Vielseitigkeit seines Berufs: „Als Optiker passe ich Brillen durch handwerkliche Arbeit individuell an, berate Kunden, führe medizinische Screenings durch und kann Menschen, die schlecht sehen, ihre Lebensfreude zurückgeben“, erzählt er.

Traum von Selbständigkeit

Nach seiner Ausbildung zog er nach Karlsruhe, arbeitete zunächst ein paar Jahre als Geselle und begann 2018 mit der Meisterschule. Während er damals in Gedanken schon von der Selbständigkeit träumte, erreichte ihn ein unverhofftes Angebot. Ein Bekannter seiner Eltern suchte für sein Augenoptikergeschäft in Stockach einen Nachfolger. „Das war ein Glücksfall für mich“, sagt Kowalski. Mit seinem Meisterbrief in der Tasche kehrte er in seine Heimat zurück und stieg 2019 in den Betrieb ein. Zwei Jahre später wurde er dann sein eigener Chef – und der von drei Angestellten. „Die Selbstständigkeit ist für mich Selbstverwirklichung“, sagt er. „Auch wenn ich gefühlt 100 Stunden pro Woche arbeite, macht es mir einfach Spaß und fühlt sich meistens nicht wie Arbeit an.“

Dass die Übergabe so reibungslos lief, dazu haben laut Maximilian Kowalski auch die Berater der Handwerkskammer Konstanz beigetragen. Sie unterstützten ihn bei der Koordination der Betriebsübergabe, erarbeiteten mit ihm Übernahme-Verträge für die Mitarbeiter und berieten ihn in Fragen der Finanzierung. „Über die umfassende Beratung der Handwerkskammer bin ich wirklich froh und kann sie allen Gründern ans Herz legen“, sagt Kowalski, der auch ein Jahr nach der Übernahme noch in engem Austausch mit Betriebsberater Felix Keller steht.

Nächste Schritte in Planung

Für die Zukunft hat der junge Gründer bereits weitere Pläne ins Auge gefasst. „Der nächste Schritt wäre, einen Meister als Hörgeräteakustiker machen“, erzählt er. Weil dies ein artverwandter Beruf des Augenoptikers ist, könnte er die Ausbildung einfach überspringen und sich direkt an der Meisterschule anmelden. „Danach würde ich Optometrie in Teilzeit studieren, dann könnte ich mich noch intensiver mit der optometrischen Versorgung von Augenkrankheiten befassen“, sagt Maximilian Kowalski. Sein Traum wäre ein Geschäft mit einem umfassenden Augenoptiker- und Hörgeräte-Angebot sowie einer Sehschule für Kinder. 

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