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Altersgerecht Umbauen

Zuschüsse für Barrierereduzierung wieder verfügbar

Gute Nachrichten für alle, die Wohnraum altersgerecht umgestalten wollen: Ab sofort sind bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Programm „Altersgerecht Umbauen“ (Programmnummer 455-B) wieder Zuschüsse für Maßnahmen zur Reduzierung und Beseitigung von Barrieren verfügbar. 2019 waren die Mittel bereits deutlich vor Jahreswechsel ausgeschöpft. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat hier reagiert und für 2020 die Mittel von 75 auf 100 Millionen Euro erhöht.

Mit dem Programm „Altersgerecht Umbauen“ wird ein breites Spektrum an Maßnahmen zur Beseitigung oder Reduzierung von Barrieren gefördert. Nur einige Beispiele: Badumbauten zur Schaffung bodengleicher Duschplätze, Abbau von Barrieren bei Haus- und Wohnungseingängen, Abbau von Schwellen, Einbau von Aufzugsanlagen, Treppenliften und Rampen oder Einbau von Assistenzsystemen. 

Das Programm richtet sich an private Eigentümer oder Ersterwerber von selbst genutzten oder vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen. Darüber hinaus sind auch Mieter von Wohnungen und Einfamilienhäusern antragsberechtigt.

Für die Durchführung von Einzelmaßnahmen beträgt der Zuschuss zehn Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit. Wenn der Standard „Altersgerechtes Haus“ erreicht wird, beträgt der Zuschuss 12,5 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 6.250 Euro pro Wohneinheit. Um den Standard „Altersgerechtes Haus“ zu erreichen, muss ein von der KfW festgelegter Kriterienkatalog (altersgerechter Zugang, altersgerechtes Wohn- und/oder Schlafzimmer, altersgerechte Küche, altersgerechtes Bad und altersgerechte Bedienelemente) erfüllt werden. Die Investitionskosten müssen generell mindestens 2.000 Euro betragen. Der Zuschussantrag muss vor Start der Bauarbeiten vor Ort über das Zuschussportal der KfW (www.kfw.de/info-zuschussportal) gestellt werden.

Die Zuschussförderung aus dem Programm „Altersgerecht Umbauen“ ist unter anderem mit Zuschüssen und Darlehen aus dem Programm „Energieeffizient Sanieren“ der KfW kombinierbar. Nicht kombinierbar ist die Förderung hingegen mit der Darlehensvariante des Programms „Altersgerecht Umbauen“ (Programmnummer 159), mit dem so genannten Wohnriester, mit einer Förderung der Pflegeversicherung und der Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen.

Weitere Informationen, eine Übersicht der förderfähigen Maßnahmen und die zu erfüllenden technischen Mindestanforderungen sind unter www.kfw.de/455-b verfügbar.