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Datum: 14.02.2012
Meister und Bachelor gleichauf - Handwerkskammer Konstanz begrüßt Einigung zum DQR
Präsident Gotthard Reiner: Meisterbrief als Gütesiegel bestätigt
Meister und Techniker werden künftig auf einer Stufe mit dem Bachelor stehen, allgemeinbildende Schulabschlüsse vorerst außen vor bleiben. Darauf einigten sich in der vergangenen Woche die Vertreter von Bund, Ländern, Sozialpartnern und Hochschulen beim Spitzengespräch zur Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR).
Als „starkes Signal an Wirtschaft und Gesellschaft“ begrüßt Handwerkskammerpräsident Gotthard Reiner die Einigung: „Die Anerkennung der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung wird der wirtschaftlichen Bedeutung des Handwerks und den gestiegenen Anforderungen an die duale Ausbildung gerecht. Damit wird deutlich, dass Leistungskraft und Innovation im Handwerk genauso zuhause sind wie an den Hochschulen.“
Die einheitliche Zuordnung von Ausbildungsberufen, Studienabschlüssen und Fortbildungsebenen in die acht Stufen des Qualifikationsrahmens, der vor allem im europäischen Kontext zu mehr Transparenz führen soll, sei gerade im Bodenseeraum von großer Bedeutung: „Der Meisterbrief wird damit über Landesgrenzen hinweg als anerkanntes Gütesiegel bestätigt.“ Umgekehrt werde auch den Betrieben die Personalsuche im Dreiländereck erleichtert.
Die Anerkennung sei auch ein notwendiger Impuls, um der Herausforderung des Fachkräftemangels begegnen zu können: „So wird jungen Menschen noch deutlicher gemacht, welche hervorragenden Karrierechancen das Handwerk bietet.“ Die Diskussion der vergangenen Monate habe zu einer angemessenen und fundierten Verortung der dualen Ausbildungsberufe beigetragen: „Die Orientierung an Kompetenzen, nicht an Titeln, wird unser System der beruflichen Bildung weiter stärken“, zeigt sich Reiner überzeugt.
Der DQR geht auf eine Initiative der Europäischen Union zurück, die nach den Hochschulreformen des Bologna-Prozesses auch alle weiteren Qualifikationen für die Arbeitswelt einbeziehen und europaweit vergleichbar machen will. Ziel ist es, die Mobilität im Bildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.



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